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Brandnacht

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SWISS FILMS


ISAN: 0000-0000-67CE-0000-O-0000-0000-2

Markus Fischer 1992 95'

Nachforschungen über den Mord an einer jungen Frau führen den privaten Ermittler Peter Keller in das idyllische Dorf Schwant im Emmental. Je mehr sich jedoch Keller in den Fäden dieses anfänglich so klaren Falls von Lustmord verheddert, desto deutlicher zeigen sich Risse in der scheinbar so harmlosen Dorfidylle Kellers Reise wird zu einer tödlichen Mission.

Peter Keller hilft einem Knecht aus, der mit ihm im Militär war und wegen eines Mordes an einer Frau in Untersuchungshaft sitzt. Keller ist Maler, aber vor allem aus der Stadt. Obwohl Schwant sein Heimatort ist, findet er sich hier nicht mehr zurecht. Er versucht mit Rationalität in einer Dorfgesellschaft klar zu kommen, die gekennzeichnet ist von Angst, von Schweigen und von Scheinheiligkeit. In der Bauernfamilie des Knechtes, Mitglieder einer evangelischen Sekte, wird bei Tisch nicht gesprochen und sonst offenbar auch wenig. Seinen Jugendfreund erkennt er gar nicht mehr, der ist jetzt Pfarrer. Alle wohnen in ihren Häusern weit auseinander und lästern über die anderen. Und die Tote ist eine Frivole, sagen man, aber fast alle Männer hatten mit ihr zu tun. So werden Keller auch überall Steine in den Weg gelegt und er bleibt nur, weil er sich verliebt und auch Recht haben will. Er wird Recht bekommen, aber nicht Recht haben.
Die Geschichte ist historisch angelegt in den frühen sechziger Jahren, die Kamera zeigt einen beeindruckenden Expressionismus sowohl in der Lichtführung wie in der Bildkomposition. Keller findet sich oft in absurden Situationen, die sich jemandem, der die örtlichen Verhältnisse nicht kennt, entziehen. Dabei ist es doch eigentlich ganz einfach, sagt seine Verbündete Uta: Die dörflichen Mächtigen, deren Verwaltungsrat man nur einmal in einer prächtigen Szene im Puff sieht, haben grosse wirtschaftlichen Pläne, um das Dorf mit Bauprojekten in das zwanzigste Jahrhundert mit Tourismus zu katapultieren, aber offen können sie das nicht tun.