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Massaker

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Internet:
Dschoint Ventschr MASSAKER

Website Nina Menkes


ISAN: 0000-0001-82FF-0000-D-0000-0000-Z

Monika Borgmann, Lokman Slim, Hermann Theissen 2005 96'

Vom 16.-18. September 1982, während zwei Nächten und drei Tagen, wurden in den libanesischen Palästinenserlagern Sabra und Shatila zwischen 1'000 und 3'000 palästinensische Zivilisten ermordet, zumeist Frauen, Kinder und Alte. Die genaue Zahl der Opfer ist bis heute nicht bekannt.

Die Täter stammten vor allem aus den Reihen der Forces Libanaises, einer mit Israel verbündeten christlichen Miliz. Für die Logistik des Massakers sorgte die israelische Armee, die von dem damaligen Verteidigungsminister und heutigen Ministerpräsidenten Ariel Sharon befehligt wurde.

1982 erschütterte das Blutbad in den beiden Lagern die Weltöffentlichkeit, heute ist es (fast) vergessen. Dabei war es exemplarisch für all die Massaker, die folgten: zum Beispiel in Ruanda oder in den jugoslawischen Kriegen. Immer wieder tauchen die unbeantworteten Fragen auf: Was treibt Menschen zu derartigen Exzessen von Grausamkeit, und wie können die Täter weiterleben?

MASSAKER ist inhaltlich wie ästhetisch eine psychopolitische Studie über sechs Täter, die sowohl auf Befehl wie auch aus eigenem Antrieb teilgenommen haben. Der Film verknüpft die psychischen Dispositionen der Täter mit ihrem politischen Umfeld und nähert sich über ihre Erzählungen auch dem Phänomen der kollektiven Gewalt. Ohne das Massaker von Sabra und Shatila wirklich rekonstruieren zu wollen, zeigt Massaker durch die ineinander verschlungenen Erzählungen der sechs Protagonisten eine bislang unveröffentlichte Version des Massakers: die der Täter.