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Legend of Love

Legend of Love (Die Legende der Liebe)

Kurdistan/Iran 2001 88'


Internet:
trigon-film


2001 88'

Kurdistan ist ein bergiges Gebiet, das sich auf verschiedene Länder verteilt und kein eigenes sein kann. Leben und Legende reichen sich in diesem Spielfilm von Farhad Mehranfar, der im iranischen Teil von Kurdistan entstanden ist, die Hand. Beeindruckend wirkt die Bergkulisse, in der eine junge Frau ihren Liebsten sucht. Archaische Bergwelt, Täler und Bergdörfer, Schluchten und Strassen, entlegenes Gebiet, und dennoch umkämpft für die Freiheit und Unabhängigkeit. Die junge Ärztin Khazar beginnt in ihrer iranischen Heimat eine lange Reise durch das zerklüftete Kurdistan, um ihren Geliebten Horam zu finden. Diesen hatte sie während der Studienzeit in der Stadt kennengelernt. Er ist nach Abschluss seiner Ausbildung zu seinem Volk in die Berge gezogen und arbeitet hier in einem Bergdorf als Arzt.

Khazars Reise gerät zu einer Suche, auf der sie sich durch lokale Rituale und fabelhafte Vorstellungen bewegt, vordringt in die Höhen wie die (inneren) Tiefen einer Landschaft, in der Figuren auftauchen und verschwinden und bald einmal unklar scheint, was nun wirklich und was erträumt ist. Leben und Legende werden eins in diesem Film von Farhad Mehranfar, der es versteht, uns eine reiche Welt von Zeichen vor Augen zu führen und hinein zu geleiten in eine unbekannte Bergwelt und den wohlbekannten Wunsch von Menschen: Frei zu sein und selber über das Schicksal ihrer Gemeinschaft bestimmen zu können. Faszinierend die Bergwelt in vielerlei Facetten: Zum einen bietet sie natürlichen Lebensraum, gleichzeitig ist sie in ihrer Unübersichtlichkeit ein Versteck. In der Landschaft spielt sich das Leben ab, die Landschaft hat aber auch ihre Legenden hervorgebracht. Egal, wie entlegen ein Dorf auch sein mag, der Konflikt ist präsent, der mit dem Leben der Menschen hier eigentlich nichts zu tun hat, weil sie in bescheidenen Verhältnissen ja ganz einfach friedlich und sich selber sein möchten.