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La Strada

Für ein paar Groschen kauft sich der grobschlächtige Gaukler Zampano das naive Mädchen Gelsomina. Obwohl sie von Zampano verachtet und misshandelt wird, fühlt sie sich an ihn gebunden und hält unbeirrbar zu ihm. Eines Tages tötet er jedoch den Seiltänzer Matto und bricht Gelsomina das Herz. Nichts ist danach mehr wie zuvor.

Fellini spiegelt die Seelenzustände seiner Charaktere in poetischen Landschafts- und Reiseaufnahmen. Unvergessen sind die darstellerischen Glanzleistungen von Anthony Quinn und Fellinis Ehefrau Guilietta Masina.

"Ein unvergessenes Bild des Schwarz-Weiß-Kinos der Fünfziger Jahre ist das der großäugigen jungen Frau mit dem Clownsgesicht und dem Blondschopf, die uns aus einem der großen europäischen Nachkriegs-Klassiker entgegenblickt, verschmitzt, verletztlich - Giulietta Masina, Star der frühen Filme ihres Ehemanns Federico Fellini.
Fellini wirft sie in diesem Film mit einem Menschen zusammen, der ungleicher nicht sein könnte: dem schroffen, jähzornigen Zampano. Er tingelt als „Starker Mann” und Spaßmacher durch die karge italienische Provinz, assistiert von Gelsomina mit dem einfachen Verstand. Eigentlich hat sie sich auf ihr Künstlerdasein gefreut, doch Zampano richtet sie nur ab wie einen Hund, benutzt sie achtlos und grob. Ihre Sehnsucht nach Zuneigung ist ihm lästig, ihr Kummer fremd. Dass auch sie ihm etwas bedeutet, dämmert Zampano erst Jahre später; eines Nachts an einem Strand zerfällt seine Arroganz, als Einsamkeit und Trauer ihn überwältigen.
Doch bis zu dem rauen Winter, in dem Gelsomina an Zampano zerbricht, ist die Straße noch lang, bis dahin trommelt sie allerorts das Volk für ihren Herrn zusammen und bringt es zum Lachen. Und einmal sogar, in einem Wanderzirkus, will sie einer - der unselige Seiltänzer Il Matto, Zampanos Widerpart; auch sie sei zu etwas gut auf der Welt, verheißt er."
Spiegel