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L'escale

Festival de Cannes 2013 - Quinzaine des réalisateurs
European Film Award 2013 - Nominated European Documentary
FIFF Namur 2013 - Prix spécial du Jury
Festival du nouveau Cinéma Montréal 2013 - Prix de la critique
Dok Leipzig 2013 - Talent-Taube
Prix de Soleure 2014
Prix du cinéma suisse 2014 - Nomination meilleur documentaire

L'escale

CH/F 2013 90'

Réalisation: Kaveh Bakhtiari
Scénario: Kaveh Bakhtiari
Image: Kaveh Bakhtiari
Montage: Kaveh Bakhtiari, Sou Abadi
Production: Louise Productions Sàrl, Elisabeth Garbar, Heinz Dill

Um sich den Traum von einem besseren Leben und von Freiheit zu erfüllen, treffen unterschiedlichste Menschen die radikale Entscheidung, alles hinter sich zu lassen und den Iran zu verlassen. Sie überqueren die gefährliche Grenze zur Türkei und setzen ihr Leben aufs Spiel, um mit Flüchtlingsbooten nach Griechenland zu gelangen, bis sie schliesslich in Athen ankommen. Mohsen, der Cousin des Regisseurs, ist einer von ihnen. Der Film beginnt mit seiner Ankunft in Athen. Nachdem er von seinem Schlepper übers Ohr gehauen wurde, findet er Unterschlupf bei Amir, der eine «Pension» für illegale Einwanderer betreibt – eine Art Hauptquartier, wo jeder seine Weiterreise plant.

"Meistens wird über die Migrantinnen geredet, selten hören wir ihre eigenen Stimmen oder lernen ihre Sichtweise kennen. In diesem erstaunlichen Film kommen uns diese Menschen nahe."
Prix de Soleure

"Wir sehen: iranische Migranten in Athen, gestrandet, nicht angekommen, gefangen eher in der Enge eines geheimen Boarding-House. Schlepper haben sie über die türkisch-griechische Grenze gebracht und dann hängen lassen, Tausende Euros hat das gekostet, und da hocken sie nun in der Grauzone der Halblegalität oder der Dunkelzone der Illegalität, ohne Papiere, mit denen sie Griechenland verlassen könnten, das nicht das Europa ist, das sie sich vorgestellt haben. Es ist nicht die Hölle, das wär übertrieben; aber man könnte es einen Limbus nennen, der mit der Zeit vielleicht höllenähnlich wird: ein monotones Dazwischen für die, die nicht verdammt sind und auch nicht erlöst."
Christoph Schneider, Basler Zeitung

"(Kaveh Bakhtiari) führt sein Publikum ungefiltert an diejenigen Menschen heran, die sich mehr oder weniger selbstständig aus einem Schlamassel retten müssen, in den sie sich aus purer Not oder aus falschen Illusionen gebracht haben.
Dabei hat Bakhtiari sowohl vor Ort als auch am Schneidetisch genau das Richtige gemacht: Er sorgt dafür, dass das Publikum rasch mit den einzelnen, überschaubaren Charakteren, ihren Eigenheiten und Motivationen vertraut ist.
Dadurch gelingt es ihm im späteren Verlauf des Films auch hervorragend, deren Schicksale und Entscheidungen dramatisch stark verdichtet und jederzeit nachvollziehbar zu erzählen. Und so erreicht der Regisseur sein Hauptziel: Man fühlt und fiebert mit diesen Migranten mit; man lacht und weint mit ihnen."
Berner Zeitung

"Die dokumentierte Subjektivität von L'ESCALE ist ebenso furchtbar wie fruchtbar. Das ist kein schöner Film. Aber näher an dieses Limbo-Leben, diesen Zustand zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit, hat noch kaum je ein Film geführt."
Michael Sennhauser