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Intolerance

Intolerance

USA 1916 165'

Regie: David W. Griffith
Kamera: Billy Bitzer
Mit: Lilian Gish, Mae Marsh, Fred Turner

In vier Handlungssträngen widmet sich Griffith der Intoleranz von Menschen und den daraus resultierenden Konsequenzen zu unterschiedlichen Zeitpunkten der Geschichte. Ob in Babel 539 v. Chr., in Jerusalem um 30 n. Chr., zur Zeit der Renaissance oder in den USA um 1910 - immer bestimmen Vorurteile das menschliche Handeln.

David Griffith, der "Vater" Hollywoods, beabsichtigte, in diesem dreieinhalbstündigen Werk die Intoleranz als Hauptursache für Kriege und Verderben zu enttarnen. Dazu bediente er sich ungewöhnlicher und spektakulärer Mittel: er verwendete eine damals revolutionäre Erzählstruktur, die die vier verschiedenen Geschichten ineinander verwebt. Ausserdem gestaltete er den Film, vor allem die babylonische Episode, optisch überwältigend und liess monumentale Kulissen errichten. Dennoch, und vielleicht gerade wegen der Innovationen, stiess der Film beim zeitgenössischen Publikum auf Ablehnung und geriet für Griffith zu einem finanziellen Fiasko.