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Hello Hemingway

Hello Hemingway

Cuba 1990 84'

Regie: Fernando Pérez
Drehbuch: Maydo Royero
Kamera: Julio Valdes
Dekor: Onelio Larralde
Kostüme: Miriam Dueñas
Schnitt: Jorge Abello
Musik: Edesio Alejandro
Mit: Laura De La Uz, Raúl Paz, Herminia Sanchez, Caridad Hernandez, Enrique Molina, Marta del Rio, Micheline Calvert


Internet:
trigon-film

Der Film spielt um 1958 herum, zu der Zeit also, da Hemingway auf Kuba lebte und die Tage des US-Putschisten Batista gezählt waren. Im Zentrum steht kein alter Fischer vielmehr die Schülerin Larita, die in ärmlichen Verhältnissen in nächster Nachbarschaft zu Hemingways Villa lebt und fasziniert ist von seinem letzten Buch. Larita bereitet sich aufs Abitur vor und träumt von einem Stipendium fürs Studium in den USA. Fernando Pérez verwebt ihre Geschichte mit der Lektüre von Hemingways Buch, führt die Allegorie raffiniert auf den Boden der Realität zurück. Da wird das Meer Hemingways zum gesellschaftlichen Umfeld Laritas, da wird der Schwertfisch zum Stipendium, werden die Haie zu Menschen, die dem Mädchen Biss um Biss ein Stück ihres Traumes, ihrer Hoffnung nehmen. Immer wieder zeigt Pérez seine Schülerin auch an jenem Ozean, der als verbindendes Bild zum Buch bestehen bleibt, kulminierend in jenem Punkt, da Hemingways Text sich mit der Befindlichkeit Laritas deckt: "Er blickte über das Meer, und er wusste, wie allein er jetzt war."