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Die Reise

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Blog von Markus Imhoof zu „40 Jahre Mai 68“

Markus Imhoof 1986 106'

Der Film basiert auf dem autobiographischen Roman DIE REISE von Bernward Vesper, dem Sohn eines berühmten Nazi-Dichters und Lebensgefährte der Terroristin Gudrun Ensslin. Das Buch ist «Der Nachlass einer ganzen Generation» genannt worden, denn dieses Einzelschicksal steht stellvertretend und zur Kenntlichkeit vergrössert für das, was im Kern die ganze sogenannte 68er Generation geprägt hat: Die im Krieg Geborenen lernen zur Zeit des Neuanfangs zu denken, aber statt sich an einem Vaterideal orientieren zu können, haben sie sich mit der Schuld der Väter auseinanderzusetzen. Daraus resultieren die zornigen moralischen Forderungen der Söhne, die – nach den heissen Jahren der Studentenrevolte – in Resignation oder im blinden Hass des Terrorismus enden. Der Film erzählt zwei Kindergeschichten: Die eine, als Rahmenhandlung, erzählt die Flucht eines jungen Vaters mit seinem fünfjährigen Sohn aus dem Terrorismus heraus. Die zweite ist die Kindheits- und Entwicklungsgeschichte dieses Vaters, der aus Opposition zu seinem Nazi-Vater in die Terroristenszene gerät.

Markus Imhoof ist ein ungemein sorgfältig und genau arbeitender Regisseur. Das erweist sich auf den ersten Blick bei den Schauspielern, die hier ausnahmslos ganz sorgfältig geführt sind. Beeindruckend ist die dramaturgische Eleganz, die Markus Imhoof seinem schwierigen Stoff gegeben hat. Ohne je aufs Reisserische abheben zu müssen, ist die Geschichte von den ersten Einstellungen an von einer Spannung erfüllt.
NZZ

Das Hauptverdienst von Markus Imhoofs rührendem und strengem Film ist es, dass er die deutsche Nachkriegsgeschichte darstellt und dabei ein historisch wie soziologisch glaubwürdiges Bild des Terrorismus zeichnet. Der Film verbindet in einer wunderbaren Erzählung die Baader-Meinhof-Generation mit jener von Ausschwitz.
Il Tempo

Der Geist der 60er/70er Jahre weht mit beklemmender Direktheit durch den Film, ebenso überzeugend dargestellt wie die Atmosphäre im Elternhaus mit Will Quadflieg als autoritärem Übervater und Christa Berndl als Mutter mit jener apokryphen Mischung aus Arroganz und Weinerlichkeit.
Zitty