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Fahrenheit 9-11

Festival de Cannes 2004 -Palme d'or

Fahrenheit 9-11

USA 2004 122'

Regie: Michael Moore
Drehbuch: Michael Moore
Kamera: Kirsten Johnson, William Rexer
Ton: Francisco La Torre
Schnitt: Kurt Engfehr, Todd Woody Richman
Musik: Jeff Gibbs



Schon seine Dokfilme: ROGER AND ME, BOWLING FOR COLOMBINE sowie eine Hand voll Bestseller, darunter STUPID WHITE MEN und DUDE, WHERE'S MY COUNTRY? sorgten für Furore: Michael Moore ist unbestritten der derzeit grösste Gesellschaftskritiker der USA. Seine neuste – und bisher heftigste – Attacke gegen die Mächtigen führt er in FAHRENHEIT 9/11, dem triumphalen Gewinner der diesjährigen Goldenen Palme von Cannes. Heftig umstritten war FAHRENHEIT 9/11 schon im Vorfeld. Das ist durchaus nachvollziehbar, liegt Moores Augenmerk diesmal doch auf der Politik der Regierung von George W. Bush. In der ihm eigenen, unverblümten Art beschreibt Moore in FAHRENHEIT 9/11 die Stimmung im Land nach dem 11.September 2001 und deckt die scheinheiligen Verstrickungen der Bush-Administration mit der saudiarabischen Königsfamilie auf. Das ist dicke Post für den US-Präsidenten, der sich in FAHRENHEIT 9/11 krampfhaft an sein Image als letzter grosser Beschützer der freien Welt klammert. Moore als gerissener Politclown bleibt in FAHRENHEIT 9/11 oft hinter der Kamera und kommentiert die Archivaufnahmen, welche die eklatante Unfähigkeit des derzeit amtierenden US-Präsidenten nachweisen, aus dem Off. Er tut dies mit beissendem Humor, sarkastischem Witz und schneidender Schärfe und stellt mit FAHRENHEIT 9/11 ein radikales Pamphlet vor, das dringend zum Nachdenken anregt.