Entre deux villages

Achtung: Es gibt eine Version mit französischen und eine spezielle Version mit englischen Untertitel

1975 wurde die Bewilligung erteilt für den Bau des Staudammsvon Algueva im Rahmen einer Agrarreform in der Region Alentejoim Süden Portugals. Das Projekt, das 2025 fertig gestellt seinsoll, sieht einen Bewässerungsplan für 110'000 Hektaren vorsowie die Erstellung eines künstlichen Sees, der das 330Seelen zählende Dorf Aldeia da Luz vollständig überfluten wird.Als Entschädigung für die Einwohner wurde wenige Kilometerdavon entfernt ein neues Dorf gebaut.
ENTRE DEUX VILLAGES beschreibt den Alltag der an Stille und Ruhegewohnten Bewohner von Aldeia da Luz und hält ihreReaktionen auf die Perspektive dieses aufgezwungenen Umzugsfest. Die Regisseure Muriel Jaquerod und Eduardo SaraivaPereira beobachten diskret, wie tiefgreifend diese kleineGemeinschaft während den verschiedenen Etappen derProjektrealisierung erschüttert wird. Mehrere Menschenbefürchten, in der standardisierten Struktur des neuen Ortesdie Geschichte und die Identität ihres alten Dorfes zu verlieren.Manche kämpfen unermüdlich mit den Architekten um einepersönliche Gestaltung ihrer künftigen Wohnung. DieVerantwortlichen beschwichtigen die Bevölkerung mit demArgument, dass dieses Projekt notwendig sei und ihreLebensbedingungen verbessern werde. Mit diesem Film stellensich die RegisseurInnen die Frage nach den psychologischenAuswirkungen einer vielleicht lächerlich wirkenden, abergleichzeitig als äusserst schmerzhaft empfundenenEntwurzelung auf eine kleine ländliche Gesellschaft.
Visions du Réel Nyon 2003



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