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Die innere Sicherheit

D 2000 102'

Regie: Christian Petzold

Christian Petzold zieht mit „Die innere Sicherheit“ eine Bilanz des deutschen Linksterrorismus

Wir fahren nach Deutschland: Dieser Satz sollte eigentlich ganz selbstverständlich sein für eine Familie aus Deutschland, für drei Menschen wie Hans, Clara und Jeanne. Sie sind gerade in Portugal, ein unauffälliges Paar in mittleren Jahren mit einer Tochter, die eigentlich zur Schule gehen müsste, hier aber still in einer Strandbar sitzt und den Surfern zusieht, die auf eine gute Welle warten. Einer von ihnen kommt herüber und raucht mit ihr eine Zigarette. Er heißt Heinrich, er erzählt ihr von einem großen Haus in Hamburg, aus dem er und sein Vater ausgezogen sind, nachdem sie ihre Mutter tot im Pool gefunden haben - Selbstmord nach Depressionen. Heinrich und Jeanne haben gerade genug Zeit, einander ein paar Sachen zu erzählen, eine Nacht auf der Hafenmole herumzusitzen und einen Kuss auszutauschen. Dann kommen die Eltern von Jeanne. „Wir müssen hier weg“, sagen sie, und als die Tochter aufbegehrt, machen sie ihr unmissverständlich klar, dass es keine Alternative gibt.