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Vollenweider

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Visions du Réel Nyon 2004 - Prix Regards sur le crime

Vollenweider

CH 2004 74'

Regie: Theo Stich
Drehbuch: Theo Stich
Kamera: Pio Corradi
Ton: Dieter Meyer
Schnitt: Mirjam Krakenberger
Musik: Christoph Stiefel
Produktion: Lumenfilm


Internet:
Lumenfilm

Visions du Réel Nyon: Dossier VOLLENWEIDER

Netzmagazin Kritik VOLLENWEIDER

Moneta Kritik VOLLENWEIDER (pdf)

Zürcher Kirchenbote Kritik VOLLENWEIDER

outwnow.ch

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Theo Stich 2004 74'

Sarnen, 18. Oktober 1940, morgens um fünf vor zwei Uhr. Hans Vollenweider wird von zwei Polizisten begleitet in die Werkstatt der Strafanstalt geführt. Dort warten bereits zwei protestantische Pfarrer, zwei Kantonsbeamte, der Kantonsarzt und – für die Anwesenden nicht sichtbar – der Henker. Vollenweider wird mit der Guillotine hingerichtet. Er war der letzte Mensch, der nach zivilem Strafrecht in der Schweiz zum Tod verurteilt wurde. Der Film folgt den Stationen des dreifachen Mörders, indem er neben Zeitzeugen vor allem Hans Vollenweider selbst zu Wort kommen lässt – über Aussagen, die er in Briefen und Verhören gemacht hat. Warum wird ein Mensch, den Schulkollegen als liebenswürdig und hilfsbereit in Erinnerung haben, zu einem skrupellosen Mörder?

"Ein elegant inszenierter, spannender Kriminalfilm mit justizkritischen Untertönen."
Basler Zeitung

"Sehr bedacht und genau."
Tages Anzeiger

"Eine lebenslange Verwahrung ist eine extreme Strafe. Sie steht im Spannungsfeld zwischen dem Interesse der Gesellschaft und jenem des Täters. Heute hat die Sicherheit der Gesellschaft Priorität. Vollenweider ist ein Beispiel dafür, wie man einem Menschen die Lebensperspektive nehmen kann – indem man ihn nach Absitzen der Strafe für drei weitere Jahre verwahrt hat. So bemühte er sich gar nicht mehr für den richtigen Weg. Aus der Frustration resultierte die weitere kriminelle Energie. Es wird viel zu wenig beachtet, wie sich solch drastische Strafen auf die Psyche eines Menschen auswirken. Man riskiert, dass er nichts mehr zu verlieren hat."
Theo Stich in einem Interview in der Luzerner Zeitung

"Theo Stich befragt akribisch und detailgenau Orte, Gegenstände, Dokumente und Zeitzeugen. Wo diese nicht mehr zur Verfügung stehen, treten die Nachkommen oder Nachfolger in Funktion oder Amt an ihre Stelle. Geschichte wird in die Gegenwart hinein erzählt, Spuren werden sichtbar gemacht. Es entsteht ein lebendiges Bild einer Vergangenheit, die soweit nicht zurückliegt und in der Anklänge an die Gegenwart gefunden werden. Im geständigen Vollenweider zeigt sich nicht nur ein Mörder, sondern eine vielschichtige und widersprüchliche Persönlichkeit. Einer, der sein Schicksal in schwierigen Zeiten in die eigenen Hände hat nehmen wollen, dabei aber abrutschte und schliesslich wegen einer unglücklichen Konstellation von politischer Ordnung und Rechtsprechung den Höchstpreis bezahlt hat."
Visions du Réel Nyon