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Un homme sans histoire

 
Eines Abends redet mir D. ins Gewissen. Deine Tätigkeit als Filmemacher ist reiner Luxus, sagt sie, ein oft auch verwerflicher Luxus. Oder sogar Hochstapelei? Wie rechtfertigt man Filme, die niemand sehen will? Wer interessiert sich für diesen egozentrischen Autismus? Das ist nichts für mich. Man muss Türen öffnen, zeigen, wie es wirklich läuft. Man muss zu Essen und zu Trinken geben. Mit deinen schweren, düsteren Geschichten in schlecht geheizten Häusern, in denen verlorene Seelen umherirren, wirst du nicht das Geringste ändern können. Dieses Projekt, von dem du sprichst, diese geheimnisvolle Aktivität, der du in Einsamkeit nachgehst, unterscheidet sich in nichts von deinen anderen Filmen. Wer will so etwas? Wer braucht das? Was soll das Ganze? Was erzählst du da? Wem? Sagt sie.