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TransAtlantique

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TransAtlantique

CH 1983 108'

Regie: Hans-Ulrich Schlumpf
Drehbuch: Hans-Ulrich Schlumpf
Kamera: Pio Corradi
Ton: Hans Künzi, Peter Begert
Dekor: Beatrice Pfenniger
Schnitt: Fee Liechti
Musik: Baden Powell
Produktion: Ariane Film, Limbo Film
Mit: Zaira Zambelli, Roger Jendly, Renate Schroeter, Balz Raz


Internet:
Website TRANSATLANTIQUE

ISAN: 0000-0000-7833-0000-D-0000-0000-Z





Hans-Ulrich Schlumpf 1983 108'

Auf der letzten Linienfahrt des italienischen Ozeandampfers EUGENIO C. von Genua nach Rio de Janeiro lernt der in Zürich lebende Ethnologe Roger Wiedmer die Brasilianerin Zaira Gelbert kennen. Er will die von Claude Lévy-Strauss in den "Tristes Tropiques" beschriebene Reise zu den Indianer Amazoniens nach rund vierzig Jahren wiederholen und beginnt mit dem ersten Kapitel: "La fin des voyages".

Zaira Gelbert kehrt nach einem zweijährigen Europa-Aufenthalt zu ihren Wurzeln in ihre Heimat zurück. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden - sie dauert die elf Tage der Überfahrt - wird zum Dialog zwischen zwei Kulturen. Die Begegnung mit Zaira öffnet Roger die Augen. Jetzt nimmt er wahr: das Meer, das Schiff und vorallem die Passagiere mit ihren Geschichten. Er begegnet Emigranten, Poeten, Erstklasspassagieren, Touristen, Besatzungsmitgliedern, Priestern. Auch ein blinder Passagier reist mit.

Am meisten berührt Roger die Begegnung mit seinem Alter Ego José Léal, einem argentinischen Ethnologen, der aus gelebter Erfahrung vom Sterben der Indianer in den Wäldern Amazoniens berichtet. In Rio trennen sich Zaira und Roger mit ungewisser Zukunft.

Und so sehe ich mich, einen Reisenden, als Archäologen des Raums, der vergeblich versucht, anhand von Bruch-stücken und Ruinen das Exotische zu rekonstruieren.
Claude Lévy-Strauss in "Tristes Tropiques"

"Diese Geschichte ist nicht der Realität , wie sie sich auf einem grossen Passagierschiff zuträgt, übergestülpt, sondern gehört dieser vorgefundenen Realität von Mannschaft und Passagieren, von Ferienreisenden und Auswanderern, von Arbeit und Musse aufs natürlichste an. Die gegenseitige Durchdringung von Fiktion und dokumentarischer Realität, die in der Regel zwangslos erfolgt, in einzelnen Szenen und Situationen überhaupt nicht mehr feststellbar ist, so organisch hat sich die Verbindung hergestellt, macht den ungewöhnlichen stilistischen Reiz, die künstlerische Qualität dieses Filmes aus."
Martin Schlappner in Neue Zürcher Zeitung