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Second Me

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 Trailer 20 Jahre

Second Me

CH 2008 18'

Regie: Anna Thommen

Anna Thommen 2008 18'

Bendix besitzt in der virtuellen Welt „Second Life“ eine 3D Figur, die stellvertretend für ihn ein wildes Leben mit schönen Frauen und Parties in der Kunstszene führt. Währenddessen sitzt er im Real Life, der Realität, alleine in seiner Wohnung vor dem Computer. Indem man im Film Bendix und seine virtuelle Welt kennenlernt, beginnt man seine Sichtweise zu verstehen und am Schluss bleibt die Frage, was für einen selbst real und wahr ist.

Während draussen der Tag langsam erwacht, quält sich Bendix nach einer viel zu kurzen Nacht mühsam aus dem Bett. Bis früh morgens hielt er sich unter dem Namen Eifachfilm Vacirca in der Cyberwelt vo nSecond Life auf. Nach Burnout, sozialem Absturz und Aufgabe seiner persönlichen Lebensziele, lebt er durch seinen Avatar all das aus, was für ihn im realen Leben nicht mehr möglich ist. Sein Second Life bietet ihm eine Therapiemöglichkeit, um in der Welt wieder Fuss fassen zu können. Den tristen Alltag seiner Existenz, geprägt von Isolation und der Unmöglichkeit in der Gesellschaft zu bestehen, hat er gegen ein Cyberleben mit Partys und emotionalen Bindungen zu anderen Avatars eingetauscht; er pflegt Freundschaften und Liebesbeziehungen in der virtuellen Welt. Wenngleich Bendix seine Situation kritisch reflektiert, verschwinden die Grenzen zwischen Realität und Cyberwelt weitgehend und ein Abgrenzen zu dem, was sein Avatar erlebt, ist für ihn nicht mehr möglich. Der Regisseurin Anna Thommen gelingt mit ihrem Abschlussfilm der Hochschule Luzern die einfühlsame Begegnung mit einem Menschen, der sich aus der erdrückenden Realität abgemeldet hat und dessen Leben vollkommen im Second Life stattfindet. Dabei scheint der Film SECOND ME die Trennung zwischen Realität und Virtualität zeitweise bewusst aufzuheben; wodurch der Zuschauer zusammen mit Bendix und seinem zweiten Ich in die Pixelwelt des virtuellen Raums eintaucht.
Visions du Réel Nyon 2009