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La rusna pearsa

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Internet:
simonett.com

Festival de Locarno 1993 - Compétition

La rusna pearsa (Das verlorene Loch)

CH 1993 78'

Regie: Dino Simonett
Drehbuch: Dino Simonett
Kamera: Felix von Muralt
Ton: Ingrid Städeli, Hugo Poletti, Jürg von Allmen
Dekor: Chloé Pompon-Levainville
Kostüme: Sabine Murer
Schnitt: Barbara Koller
Musik: Alex Kirschner
Produktion: Dino Simonett, dffb
Mit: Gian Battista von Tscharner, Claudia Carigiet, Tonia Maria Zindel, Dino Simonett, Aldo Cantieni, Lena Carigiet

Dino Simonett 1993 78'

Glaubenskonflikt in einem Bergdorf, Mystizismus trifft auf Biedersinn, Bündner Volkskunde prallt auf importierte Dogmen.

"Um ins Schamsertal, Kanton Graubünden zu gelangen, muss man ein furchterregendes Tobel überqueren, über Wasserfälle springen und am verlorenen Loch vorbeikommen. Erst dann öffnet sich vor einem das wundervolle Tal, dieses Schlaraffenland mit seinen unglaublichen Geschichten." So beschreibt Dino Simonen den Ort, wo er LA RUSNA PEARSA erzählt, angeregt durch die Märchen und Legenden dieser Gegend, und ganz im echten rätoromanischen Dialekt Sutsilvan gesprochen.

Flugi Gondini, der Sohn des alten Pfarrers Schamun, kommt nach einigen Jahren Abwesenheit in sein Geburtsdorf zurück. Im verloren in den Bergen liegenden Dorf Salegn wirft die Tochter des Lokalpotentaten Gion Chrest von Marchion, Strinsla, Nägel in den Brunnen; im Widerschein des klaren Brunnenwassers erinnert sie sich an die Zeit, als der junge Flugi mit ihr spielte, ihr Geschenke brachte. Heute zweifelt sie nicht daran, dass sie Kraft ihrer aphodisiaskischen Gebäcke das Herz des Geliebten erweichen kann. Die Nacht, in der Flugi ankommt, stirbt der alte Schamun. Flugi übernimmt also seines Vaters Amt in der Kirche.

Aber seine Predigten erweisen sich alles andere als denn orthodox: Während der Beerdigung seines Vaters mischt Flugi gerne heidnische Riten in den christlichen Glauben und bekennt sich zu den Traditionen der Vorfahren. Mit seiner Haltung zieht er sich Marchions Zorn zu, der daran erinnert, dass "man andere für weniger als das verbrannt hat".

Marchion würde es gerne sehen, wenn Industrie in sein Dorf käme, es reich würde und einen Staudamm baute. Er weiss jedoch, dass Flugi sich dagegen stellen würde, genau wie zuvor der alte Schamun. Mit seinen Handlungen stellt Marchion diesem "Gotteslästerer" eine Falle. Dank seiner magischen Fähigkeiten entkommt ihr Flugi, der die verborgenen Kräfte der Natur zu handhaben versteht, und mit der Hilfe von Lukretia von Rosenrot, Marchions Gattin, macht er ihn vor den Dorfbewohnerinnen und -bewohnern lächerlich.