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Hollywood in Cannes (Buch)

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2009

383 Seiten
Sprache: Deutsch

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Das Festival von Cannes ist das grösste und prestigeträchtigste Filmfestival der Welt. Es hat sich mit dem Wettbewerb um die Goldene Palme dem Autorenkino und der Förderung künstlerischer Vielfalt verschrieben. In den letzten Jahren fungierte es aber immer häufiger als Startrampe für kommerzielle Blockbuster wie GODZILLA, THE MATRIX RELOADED oder X-MEN: THE LAST STAND, die auf Kosten des Kunstkinos viel mediale Aufmerksamkeit absorbierten. Mit HOLLYWOOD IN CANNES legt Christian Jungen die erste umfassende filmwissenschaftliche Studie zum spannungsreichen Verhältnis der US-Filmindustrie und Cannes vor, von 1939 bis zur Gegenwart. Basierend auf unveröffentlichtem Archivmaterial und Interviews mit Studiobossen erklärt er, warum Studios wie Universal, Warner Bros. oder Sony in den verschiedenen Epochen am Festival teilnahmen. Und mit Fallgeschichten zu Alfred Hitchcock, Sharon Stone, Arnold Schwarzenegger sowie EASY RIDER, E.T. oder THE DA VINCI CODE analysiert Jungen, wie Hollywood den Rezeptionskontext mit dem roten Teppich nutzte, um Stars aufzubauen und seine Filme zu vermarkten. Das Buch handelt von franco-amerikanischer Freundschaft, Boykotten, Skandalen, Triumphen und Flops – vor allem aber von der grossen Passion fürs Kino, welche jene zwei Länder verbindet, die für sich beanspruchen, es erfunden zu haben.

Das Festival als Förderstätte der Nationalkulturen, 1939–-1968

Mit Hollywood gegen Hollywood
Das Festival als Definitionskontext von Nationalkino
Hollywoods Handicap auf dem diplomatischen Parkett
Der Kunst-versus-Kommerz-Konflikt
Der falsche Anreiz der Gratis-Visa
Die Interessen der US-Regierung im Kalten Krieg

Der Star als Symbiose zwischen Hollywood und Cannes

Stars als Mittel der Marktkontrolle
Cannes legitimiert sich mit Hollywoodstars
Der Aufstieg von Brigitte Bardot
Angst vor dem Skandal: Hollywood geizt mit den Stars
Das Desinteresse von Warner Bros. an Cannes: WHATEVER HAPPENED TO BETTE DAVIES?

Der Auteur im kommerziellen Hollywood

Die Entstehung der politique des auteurs in den Cahiers du Cinéma
Die politique am Festival
Die Nouvelle Vague brandet in Cannes
Alfred Hitchcock: der «Vater der Nouvelle Vague» als Publicity-Genie
Kritik der Rezeptionsinstanzen
Hollywoods Hegemonialanspruch
Die amerikanische Crux mit der Jury
Filmkritiker als Spielverderber
Bevormundung durch die Programmgestalter

Die neue Eintracht dank New Hollywood, 1969–-1981

Reform des Selektionsprozesses
Entnationalisierung durch Koproduktionen
Das Ende einer Ära: Abbruch des Festivals 1968
Cannes als Erfolgsstätte für Hollywood in der Krise
Der Filmmarkt
Columbias Erfolg mit EASY RIDER
Fox gewinnt mit M*A*S*H als erster Major die Goldene Palme
Warner Bros. feiert sein 50-Jahr-Jubiläum in Cannes
Künstlerische Gründe für den Erfolg
Was können Filme fürs Festival tun?
US-Kritiker entdecken Cannes
Hollywoods Branchenpresse
Cannes im US-Fernsehen: Träume zum Frühstück
Ende der transatlantischen Eintracht
Coppola reüssiert mit APOCALYPSE NOW
Cimino scheitert mit HEAVEN'S GATE

Risiken und Chancen für Blockbuster, 1975-–1997

Cannes als vermeidbares Risiko
High-concept-Blockbuster verdrängen Autorenfilme, Marketing neutralisiert Kritiker
Multiplex- und MTV-Revolution
«Pictures that people in Kansas City want to see» von Paramount
Die Goldene Palme als Kunstfilm-Stigma für The Mission
Hollywoods Strategien zur Nutzung der Medienkonzentration
Ausser Konkurrenz, ausser Kritik
E.T. fühlt sich in Cannes zu Hause
Die politique des acteurs
Muskulöse Actionhelden
Arnold Schwarzenegger baut sich am Strand eine Filmkarriere auf
Schwarzeneggers Flop mit Last Action Hero