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Der Ruf der Sibylla

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Clemens Klopfenstein 1984 121'

Der Kunstmaler Balz, sitzt eifersüchtig in Italien und bedrängt Clara, die Schauspielerin, telefonisch wegen eines Liebhabers. Balz wünscht dem Nebenbuhler alles Schlechte − und prompt fällt dieser unglücklich auf die Nase. Als es ihm gelingt, nach Bedarf seiner mittlerweile bei ihm eingetroffenen, unaufhörlich plappernden Freundin mit simplem und sehr verständlichem Wunsch den Mund zu schliessen, merkt der Italienfahrer, dass es ein Schnaps ist, der seinen bösen Wünschen zur Wirklichkeit verhilft. Doch auch sie entdeckt einen Zaubertrank, der ihr die Kraft verleiht, Dinge zu verwandeln, Tag in Nacht zum Beispiel. Genüsslich nutzt sie das aus, als Balz am Steuer sitzt.

Ein ungewolltes Märchen und ein verrücktes Road-Movie von Jammers in der Schweiz zu den magischen Bergen Mittelitaliens.

Ein modernes Pärchen gerät in ein Märchen. Ein Versuch, auf einem eingeschlagenen Weg einen Schritt weiterzukommen.
Clemens Klopfenstein

Klopfenstein hat eine heitere Fantasy-Geschichte gedreht, an der vor allem die beiden Hauptdarsteller überzeugen, die mit viel einnehmendem Charme und Offenheit eine Beziehungskiste inszenieren, die etwas alltäglicher ist, als es der Einfall mit den Wunschgetränken vielleicht vermuten lässt.
Züri-Tipp

Eine verrückte Komödie (...) ein bizarres Spiel zwischen Wirklichkeit und Wunschdenken, bösem und gutem Traum, auf den Spuren der Kino-Zauberer Méliès und Rivette.
Berliner Morgenpost

Christine Lauterburg und Max Rüdlinger agieren mit nicht nur im Schweizer Film ungewohnter Beweglichkeit in immer neuen Freiräumen, die der Märchenerzähler Klopfenstein aufreisst; da Kohärenz und Rollenentwicklung nicht gefragt sind, improvisieren sie ihren Konflikt immer neu aus den jeweils gegebenen willkürlichen Situationen heraus. Das reicht vom ernstlich dramatischen Krach (im Bahnhof von Mailand) bis zur unbeschwerter Blödelei in kurzen Episoden auf der Fahrt in einem verzauberten Auto von Norditalien in die sibyllinischen Berge von Umbrien.
Man vergisst ihr “Problem” nicht ganz auf dieser Fahrt, aber das Erzählen selbst wird immer mehr zur Hauptattraktion des Films, die Fantasie des Regisseurs und Kameramanns Klopfenstein, der sich mit einem Kniff freigesetzt hat und - noch einmal, nach Geschichte der Nacht und Transes - einen Film sich erlauben kann, der nur Film ist, nur Spiel mit den trotz bescheidenen Produktionsmitteln vielfältigen Möglichkeiten.
Martin Schaub, CINEMA