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Dällebach Kari

Dällebach Kari

CH 1970 109'

Regie: Kurt Früh
Drehbuch: Kurt Früh, Kurt Marti
Produktion: Atlantic Film

ISAN: 0000-0000-6E85-0000-A-0000-0000-7





Kurt Früh 1970 109'

Kurt Früh's Spätwerk unter dem Einfluss des neuen Schweizer Films - die beste Rolle von Walo Lüönd

Eine bitter-süsse Lebensgeschichte des Berner Coiffeurs Karl Dällenbach (1877-1931), einem Original, das für seine Spässe und seine Schlagfertigkeit bekannt war. Sein von der Kundschaft so geschätzter Humor ist aber nur der Verzweiflungsschrei eines schweren Neurotikers, der unter einer Hasenscharte leidet und vor Einsamkeit beinahe erstickt; als er erfährt, dass er krebskrank ist, wirft er sich in die Aare, Walo Lüönd spielt diesen Mann "auf der Flucht" vor der Gesellschaft meisterhaft.

Dällenbach Kari ist ein Begriff über die Grenzen der Stadt Bern. Vielen fällt es jedoch schwer, an die Echtheit der Dällebach-Anekdoten und an die tatsächliche Existenz ihres Urhebers zu glauben. Doch Dällebach hat tatsächlich gelebt. Er war ein biederer Berner Coiffeurmeister, seinen Kunden gegenüber allerdings sehr schlagfertig und trotz seiner Sprechbehinderung durch eine Hasenscharte ein famoser Erzähler. In seinem Salon an der Neuengasse brachte er er seine träfen und selbstironischen Witze an den Mann und wurde bald zu einer lokalen Berümtheit.

Dällebach Kari 1877-1931

Geboren 6.4.1877 (Karl Tellenbach) in Walkringen, gestorben 31.7.1931 in Bern, ref., von Oberthal. Sohn des Friedrich Tellenbach, Landwirts. Ledig. Schulen in Chleirot bei Biglen, 1891-94 Coiffeurlehre in Worb. 1894-96 Coiffeurgeselle in Murten, 1901 Coiffeurmeister. 1896-99 lebte Dällebach in Bern, 1899 in Couvet, ab 1899 wieder in Bern. 1900 eröffnete er ein eigenes Coiffeurgeschäft an der Neuengasse. Dällebach galt ab etwa 1910 als Stadtoriginal. Wegen einer körperlichen Behinderung (Lippenspalte) und einer glücklosen Liebe entwickelte er sich zum humorigen Eigenbrötler. Nach einer schweren Krankheit beging Dällebach Selbstmord. Er hinterliess viele echte und nacherzählte Anekdoten. Seine Lebensgeschichte wurde 1970 von Kurt Früh mit Walo Lüönd in der Hauptrolle verfilmt; besungen wurde Dällebach von Troubadour Mani Matter.