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Chronique d'une bonne intention

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Dossier Visions du Réel


ISAN: 0000-0001-A5AA-0000-9-0000-0000-A

Visions du Réel Nyon 1999
Visions du Réel Nyon 1999

Chronique d'une bonne intention

CH 1999 51'

Regie: Alex Mayenfisch
Drehbuch: Alex Mayenfisch, Claude Muret
Kamera: Camille Cottagnoud, Victor Baumgartner
Ton: Bastien Moeckli
Schnitt: Alex Mayenfisch
Musik: Jean-Marie Reymond

Alex Mayenfisch 1999 51'

Ökologie als Ausweg aus der Arbeitslosigkeit? Als die Arbeitslosigkeit in der Westschweiz ihren Höhepunkt erreicht, wagen elf stellenlose Personen eine berufliche Neuorientierung. Eine sechsmonatige Umschulung in einem innovativen Bereich müsste sich ja eigentlich lohnen… Denkt man.

September 1997 im Kanton Waadt: Die Schweiz steckt in der schlimmsten Arbeitslosigkeitskrise aller Zeiten. Auf die unterste Stufe der Arbeitswelt verstossene Männer und Frauen im Alter von 22 bis 50 Jahren fangen eine sechsmonatige Ausbildung als Umweltschutzarbeiter an. Dieser Beruf muss aber noch erfunden werden. Ins Leben gerufen wurde das Projekt vom Zentrum für integrative Ausbildung (CEFIL), ein Verein, der das Nützliche... mit dem Nützlichen verbinden will. Eine wohl gemeinte, grosszügige Absicht, deren Nutzen im Laufe der Monate jedoch schwindet. Von den theoretischen Kursen über Werkzeughandhabung am Anfang bis zum Angebot eigentlicher Arbeitsstellen am Ende, zeigt Alex Mayenfischs CHRONIQUE D'UNE BONNE INTENTION die Kluft, die sich allmählich zwischen den Schülern und ihren Ausbildnern aufreisst. Während den Entdeckungsspaziergängen durch die Natur, den Kursen über das Funktionieren des Biotops und den ersten Kompostierversuchen, verwandeln sich die anfänglichen Zweifel, die einige Arbeitslose der Kamera anvertrauen, nach und nach in Niedergeschlagenheit oder Aufwallungen von Zorn. Vor allem, als die Schüler auf einen alles andere als schmeichelhaften Zeitungsartikel über sie stossen. Dieser Höhepunkt einer bittersüssen Chronik, die soziale Utopien in ein schlechtes Licht rückt, prangert den Bruch und das Unverständnis zwischen zwei Welten an. Auf der einen Seite stehen diejenigen, die Arbeit und Vorschläge haben, auf der anderen Seite die Ausgeschlossenen, die etwas Konkretes fordern... Ergebnis: eine einzige Schülerin findet eine Stelle als ökologische Ausbildnerin. Das Projekt verschwindet in der Versenkung.
Visions du Réel