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Chrigu



«Lass uns zusammen einen Dokfilm machen», sagt Chrigu. «Ich steige dann irgendwann aus». Die Geschichte eines jungen Mannes, der grosse Pläne für sein Leben hatte. Nachdem im Alter von 24 Jahren in seinem Nacken ein Tumor im fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird, kämpft er um sein Leben. Jan Gassmann begleitete ihn mit der Kamera. Dabei entsteht nicht ein Film über den Tod, sondern vielmehr über das Leben. Christian begann selbst früh mit dem Filmemachen. Bereits mit 16 hat er eigene Filme gedreht. Partys, eine Reise nach Indien, Konzerte; immer war seine Kamera dabei. Neben seiner Familie lernen wir auch die Mitglieder der Hip-Hop Band «Mundartisten» kennen. Jan gelingt ein bewegendes und überraschendes Portrait seines besten Freundes.

"Der Film integriert frühe Videoaufnahmen des Protagonisten an Konzerten, Partys und Reiseerlebnisse in Indien. Die Montage bringt Gegenwart und Vergangenheit zusammen und reflektiert das extreme Auf und Ab der Gefühle während der Krankheit. "Chrigu" gewährt auch Einblicke in Christians Freundeskreis, die Mitglieder der Hip-Hop-Band Mundartisten, sowie in seine Familie. Die Eltern leben aus einer Philosophie der 1968er-Generation. Sie entscheiden sich für die Ausstreuung der Asche in einer Flusslandschaft, verbunden mit einem universal-religiösen Ritual. Durch diese Vielfalt der Bilder entwickelt sich der Dokumentarfilm zu einem Generationenporträt.
Jan Gassmann hat aus vielen Stunden sehr heterogenen Filmmaterials ein konzentriertes Bild entwickelt. Entstanden ist ein stimmiger, kraftvoller Film, der die Trauer und die Lebensfreude reflektiert. Die pulsierende Musik unterstreicht den Rhythmus von Freude und Schmerz, Lachen und Traurigkeit, Leben und Tod. Indem er die Unausweichlichkeit des Todes akzeptiert, betont "Chrigu" den Wert des Lebens."
Medientipp Film des Monats September 2007