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Bäckerei Zürrer

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ISAN: 0000-0000-69B7-0000-J-0000-0000-H

Kurt Früh 1957 104'

BÄCKEREI ZÜRRER spielt in den 50er Jahren rund ums Zürcher Langstrassenquartier, wo schon damals fremde Kulturen aufeinander prallten. So kann der alteingesessene Bäcker Zürrer sich nicht damit abfinden, dass einer seiner beiden Söhne eine Affäre mit der Tochter des benachbarten italienischen Gemüsehändlers hat. Doch auch mit seinen beiden anderen erwachsenen Kindern überwirft sich der alte Starrkopf. Erst als sein Leben die schlimmstmögliche Wendung nimmt, und Zürrer ganz unten angekommen ist, kommt er zur Einsicht und bietet seine Hand zur Versöhnung. Dem Ausgleich zwischen Generationen und Kulturen steht nun nichts mehr im Weg.

"BÄCKEREI ZÜRRER ist nicht nur Frühs bester Film, er bildet auch den einzigen Höhepunkt des Filmschaffens der fünfziger und der beginnenden sechziger Jahre. Der Film stellt den ersten Versuch in der Schweiz überhaupt dar, städtisches Leben auf die Leinwand zu bringen."
Werner Wider in: Der Schweizer Film 1929-1964

"Die Kleinbürgerfilme der 50er Jahre, anfänglich auf Radiohörspielen von Schaggi Streuli beruhend, trieben die Clichierung der Dialekte auf die Spitze: In POLIZISCHT WÄCKERLI und in BÄCKEREI ZÜRRER (Kurt Früh, 1955/57) markierten abermals zwei Basler die Bösewichte,Ruedi Walter als Finanzschwindler Bindschädler im ersten, Walter Morath als studierter Bäckerssohn, der seinen Vater mit "Überbrückungskrediten" täuscht und ihm später eine grössere Geldsumme entwendet, im zweiten Film. Die Rolle des bünzlihaften Ostschweizers erhielt in der Person der kontrollsüchtigen Frau Wuhrmann, welche die Parterrewohnung unterhalb der Polizeistation von "Allenwil" bewohnt, ein weibliches Pendant. Mit den Auftritten Walter Roderers als verklemmter, geiziger Kunsthonighändler Muggli in Oberstadtgass ("Si mönd mi verstoh, gäälled Si") und als TrauungsbeamterWendelin Pfannenstiel in DER 42. HIMMEL überschritt der Mundartfilm die Schwelle zur Peinlichkeit. Zarli Carigiet schliesslich gab wiederholt den Bündner Bergschädel, der auch einmal aufbrausen kann, der aber das Herz am rechten Fleck hat, etwa als sechsfacher Familienvater Caduff in ES DACH ÜBEREM CHOPF, der zunächst seine Stelle verliert und danach betrunken aus zwei Wirtshäusern fliegt,bevor ihn die noble Umgebung des Zürichbergs doch noch zum wertvollen Mitglied der Gesellschaft formt."
Felix Aeppli