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Al Quds - The Workshop

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ISAN: 0000-0003-8C50-0000-S-0000-0000-R

Al Quds - The Workshop

CH 2015 102'

Regie: Raff Fluri
Drehbuch: Raff Fluri
Kamera: Nader Elewy, Raff Fluri, Ashraf Dowani, Sayel Jarrar, Rima Issa
Ton: Raff Fluri
Schnitt: Raff Fluri
Produktion: Raff Fluri

Raff Fluri 2015 102'

In den 80er-Jahren wurden in Palästina praktisch alle Kinos geschlossen. Erst knapp 30 Jahre später wurden einige Kinos wieder belebt. 2012 konnte der Filmvorführer Raff Fluri in Ost-Jerusalem einen Kurs in 35mm-Vorführtechnik geben. Da innerhalb kurzer Zeit möglichst viel Wissen vermittelt werden musste, nahm er eine Kamera mit, damit die Teilnehmer das Kursgeschehen festhalten konnten. Doch bei diesem Projekt ging es um mehr als nur um die Vermittlung von Wissen: Einige waren zum ersten Mal in der Heiligen Stadt, und so kam es, dass auch während den Erkundungstouren fleissig gefilmt wurde.

Anmerkungen der Regie

Normalerweise, wenn man sich entschliesst, einen Dokumentarfilm zu realisieren, tätigt man im Vorfeld umfangreiche Recherchen. In diesem Fall war es komplett umgekehrt: Es war nie geplant, einen Dokumentarfilm zu machen. Ich wurde sehr kurzfristig angefragt, in Palästina einen Kurs in 35mm-Projektionstechnik zu geben, und so ging ich naiv und unwissend nach Ostjerusalem. Wie sich dort herausstellte, war ich nicht der einzige, der zum ersten Mal in der Heiligen Stadt und für den vieles neu war, und so begaben wir uns gemeinsam auf Entdeckungsreisen durch die Stadt, während denen wir alles einfach in uns aufsogen und auf uns wirken liessen, ohne in der Lage zu sein, die gegebenen Informationen kritisch auf Wahrheit und Genauigkeit zu prüfen. Erst beim Betrachten des Filmmaterials haben wir uns entschlossen, daraus etwas zu realisieren. Ein Jahr später, 2013, reiste ich noch einmal ins Westjordanland, um bei einigen Projekten mitzuhelfen und weitere Aufnahmen zu machen. Die Verarbeitung des Materials war ständig von umfangreichen Recherchen, Diskussionen mit Experten und Abwägen von widersprüchlichen „Fakten“ begleitet. Beinahe zu jedem Aspekt in der Palästina-Frage gibt es kontroverse Diskussionen – Aussagen werden anderslautende Aussagen gegenübergestellt, ob diese nun auf Tatsachen beruhen oder auf absichtlich manipulierten Informationen, ist oft schwer zu erfassen. So wie wir in der Schweiz mit der asymmetrischen Berichterstattung nur einen Teil des wirklichen Geschehens erfahren und uns daraus eine Meinung bilden, geht es auch den Palästinensern im eigenen Land. Es war erstaunlich, als Ramzi im Interview am Tag der Premiere gesagt hat, dass die gefühlte Distanz zwischen Ramallah und dem Gaza etwa die selbe ist, wie zwischen der Schweiz und dem Gaza. Der vorliegende Film ist also vielmehr ein Dokument über Kommunikation, Information und eine Gruppe von Menschen, die ihr eigenes Land entdeckt.