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Innerschweizer Filmtage 1989
Locarno 1994

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CH 1974 68'

Regie: Villi Hermann
Drehbuch: Villi Hermann
Kamera: Villi Hermann
Ton: Villi Hermann
Schnitt: Villi Hermann
Produktion: Villi Films, Villi Hermann

Villi Hermann 1974 68'

Grenzgänger Probleme im Tessin 1974 und die Geschichte einer Witwe die ihren Mann verlor bei einem Arbeitsunfall. Mit einem Kommentar von Giovanni Orelli.

Die Witwe Vittoria B. ist die Hauptfigur unseres Films. Am Beispiel des Schicksals dieser Frau, Emigrantin aus Mittelitalien, werden Weg und Leben vieler Emigranten erzählt. Sie ist Modell.
Die verschiedenen Probleme der Grenzgänger – eine oft vergessene Minorität, die im italienischen Grenzgebiet wohnt und in der Schweiz arbeitet – werden am Beispiel der Witwe aufgedeckt. Ihre Geschichte gibt dem Zuschauer die Möglichkeit, in den Film einzusteigen, ohne die spezifisch lokalen Hintergründe oder wirtschaftlichen Zusammenhänge kennen zu müssen.
Unsere Filmanalyse der Situation im Tessin hat sich bestätigt. Die Rezession traf ein. Die Arbeiter erzählten uns bereits von Produktionseinschränkungen, von Maschinenumzügen, von Verkäufen und Schliessungen, die nie an die Öffentlichkeit kamen. 
Die ersten Entlassungen trafen die Grenzgänger. Die einfachste Lösung! Kein Staat, keine Gewerkschaft, keine Partei, keine Organisation schritt tatkräftig ein. Es mussten keine dramatischen Ausweisungen erfolgen. Keine Sozialleistungen waren zu zahlen. Man entliess sie einfach. Basta. 
Der Geldmangel zwang uns, neue filmische Mittel zu suchen. So konnten wir uns nicht einmal den Einsatz von normalen technischen Geräten leisten. Ich drehte fast alles mit einer alten Bolex mit Handkurbel. Drehverhältnis eins zu eins oder knapp eins zu zwei. Aus diesen Gründen erzählen wir die Geschichte der Witwe nur in Fotos. Darum ebenfalls der Einsatz von Videoaufnahmen, die später in den Film eingeschnitten wurden. 
Die dauernde Unsicherheit, die finanzielle Not und Angst der Grenzgänger und der Arbeitsgruppe sind im Film immer präsent. Ein „Partisanenfilm im Land der Gnomen“, sagte mir ein Journalist. Vielleicht.

Villi Hermann, Lugano 1974