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Babylon 2

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Semaine de la critique Locarno


ISAN: 0000-0000-CE27-0000-Z-0000-0000-6

Babylon 2 (The Big Mid Land)

CH 1993 91'

Regie: Samir
Drehbuch: Samir, Pierre-François Mennel
Kamera: Samir
Ton: Roman Küng, Sabine Boss, Peter Bräker
Schnitt: Ronnie Wahli
Musik: Peter Bräker, Sens Unik, Debbie Dee, Luana
Produktion: Dschoint Ventschr Filmproduktion AG

Samir 1993 91'

«Halb, halb» ist die häufigste Antwort von «Secondos» und Emigrantenkindern auf die Frage, ob sie sich denn als SchweizerInnen oder als AusländerInnen fühlen.

Zu Wort kommen unter anderem Luana, die auf englisch rappt, in Basel geboren wurde und deren Eltern aus Kalabrien stammen, Ersan Sahin, der einzige türkische Eishockey-Spieler weit und breit, der erzählt, warum er eine italienische Freundin hat, die in Tunesien geborene Romanistikstudentin Saida und MC Carlos, Sohn spanischer Eltern, von der französischsprechenden Rapgruppe Sens Unik

"In BABYLON 2 rückt Samir Fragment und Polyphonie in eine andere Richtung, indem er die Bilder (Film, Video und digital verarbeitete Photographien) auseinandernimmt, überlagert und die Tonspur in vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Italienisch und Französisch) führt. Zusammen mit den kommentierenden Titeln, den erklärenden Untertiteln und der von Zeit zu Zeit erscheinenden bruchstückhaften arabischen Schrift entsteht so ein dichtes, ironisches und barockes Palimpsest über die Einwanderer in der Schweiz. Samir, selbst Sohn eines Irakers und einer Schweizerin, emigriert in die Schweiz seiner Kindheit. (...)
Samir kehrt im Laufe seines ganzen Films - dies macht er uns zumindest glauben - in seine Kindheitserinnerungen zurück, indem er etwa den Abwart der Wohnhäuser jenes Ausländerviertels zu Wort kommen lässt, in dem er aufgewachsen war. Der Film endet mit einem Interview mit Michel, einem Schweizer Juden, der im Film die Rolle von Samir spielt. Michel erzählt, wie sie eines Abends von Skinheads belästigt wurden, die Samir als Saujuden und Michel als Drecksaraber beschimpften. Die Komik der Situation lässt die beiden in Gelächter ausbrechen. Diese lange Nase an die Dummheit des Rassismus steht für den Grundton dieses subtilen, ungewohnten, einfallsreichen Films mit einer ironischen Intelligenz."
Bérénice Reynaud, Libération