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ARF-FDS - Kultur ist keine Handelsware

28.4.2013

Texte

Kulturelle Güter dürfen nicht mit irgendwelchen Handelswaren gleichgesetzt werden. Dieser Grundsatz muss auch weiterhin zwischen der EU und den USA gelten. Deshalb unterstützt der ARF/FDS alle Aktivitäten des europäischen Regiedachverbandes FERA und seiner Mitglieder, um bei den anstehenden Verhandlungen zum Freihandels­abkom­men zwischen der EU und den USA diesen Grundsatz durchzusetzen. Andernfalls würden nationale Massnahmen zur Förderung der kulturellen Vielfalt und bei der Her­stellung, vor allem auch in der Filmbranche, in Frage gestellt bzw. verboten werden können.
Auch für die Schweiz als Nicht-Mitgliedstaat der EU hätte ein solcherart liberalisiertes Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA schwerwiegende Konsequenzen. Einerseits würden die Filmurheberinnen und -urheber hierzulande bei Koproduktionen mit Partnern aus der EU direkt in Mitleidenschaft gezogen: Filme aus der EU könnten nicht mehr durch ihre nationale Filmförderung unterstützt werden und die Realisierung von Koproduktionen wäre in Frage gestellt. Andererseits hätte der erstmalige Einbezug von kulturellen Gütern in das Freihandelsabkommen eine verheerende Signalwirkung für allfällige kommende Verhandlungen zwischen den USA und der Schweiz.
Wie Europa hat auch die Schweiz die UNESCO-Konvention zur kulturellen Vielfalt unter­schrieben. Wir fordern deshalb unseren Kulturminister Alain Berset und unseren Wirt­schafts­minister Johann Schneider-Ammann auf, bei den USA darauf hinzuwirken, dass die USA die UNESCO-Konvention endlich unterzeichnen und darauf verzichten, die Kultur in das Freihandelsabkommen einzubeziehen.
www.arf-fds.ch