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1 journée







Ein Tag. Eine Familie. Drei Personen, drei Zeiten, drei Wege. Bei Tagesanbruch glaubt Serge, ein Verbrechen zu begehen. Um die Mittagszeit entdeckt Pietra, dass sie betrogen worden ist. Um dreizehn Uhr verspürt Vlad zum ersten Mal Liebeskummer. Er ist acht Jahre alt. Den ganzen Tag beobachten, suchen, vermeiden, verfehlen und begegnen sich Serge, Pietra und Vlad. Das Leben ist ein Puzzle. Serge sucht die ihn befreiende Strafe. Pietra beschliesst, alles aufzugeben. Vlad versucht, das zu retten, was ihm von seiner Familie bleibt. Dreimal derselbe Tag, dreimal dasselbe Schweigen, dreimal dieselbe Einsamkeit. Und dreimal ein Fremder, der ihren Weg kreuzt. Bis es Nacht wird. Werden sich Serge, Pietra und Vlad schliesslich finden?

"Was für ein ausdrucksstarkes Werk! Der 1963 in England geborene Jacob Berger, der einen Teil seiner Jugend in Meyrin verbracht hat, versteht es in seinem mehrfach ausgezeichneten Spielfilm, anhand der Genfer Vorstadtarchitektur aus Beton und Glas die Befindlichkeit seiner Figuren sichtbar zu machen. Geschickt wechselt die Perspektive zwischen den drei Hauptpersonen: dem Radiomoderator Serge, der an einem regnerischen Wintertag frühmorgens zu seiner Arbeit aufbricht; seiner Frau, die zufällig von seinem Ehebruch erfährt; und dem gemeinsamen 8-jährigen Sohn Vlad. "
Felix Aeppli, NZZ am Sonntag

"Sehr gekonnt werden drei Erzählstränge aufgegriffen, die kunstvoll parallel verlaufen um am Ende ein Ganzes zu werden. Die diskrete Schilderung der Geschichte lebt von den drei Hauptpersonen der Familie und der perfekt eingefangenen, tristen Atmosphäre. Man erlebt dreimal denselben Tag, dreimal zeitweises Schweigen, dreimal die Einsamkeit der handelnden Figur."
Benny Furth, art-tv