De En Fr It
iPhone Classic

Vol spécial

Fernand Melgar

In der Schweiz leben mehr als 200'000 Menschen in ständiger Angst: Ohne ein Verbrechen begangen zu haben, riskieren sie, gefesselt, mit Handschellen versehen und geknebelt per Sonderflug abgeschoben zu werden. Die Behörden des Staates, in dem sie sich ein neues Leben aufgebaut und eine Familie gegründet haben, können sie von heute auf morgen des Landes verweisen. Warum? Weil sie keine Papiere haben. Jedes Jahr werden Tausende von Männern und Frauen in eines der 33 Schweizer Ausschaffungsgefängnisse gebracht und bis zu zwei Jahre inhaftiert. Regisseur Fernand Melgar hat sich in die Haftanstalt Frambois in Genf, der Hauptstadt der Menschenrechte, begeben.

"Sein Film ist vor allem eine nüchterne Bestandsaufnahme des Alltags in Frambois, er erkundet die Beziehungen zwischen den Insassen und dem Aufsichtspersonal, zeigt mit viel Sinn für Details und beeindruckend statischen Einstellungen, die die Starrheit und Inflexibilität des Systems betonen, die verzwickten administrativen Akte, das aufeinander aufbauende Procedere, das zwar der Gesetzeslage genügen mag, das aber die Betroffenen systematisch demütigt, entwürdigt und zu reinen Verwaltungsakten degradiert. Zwar versucht das Aufsichtspersonal, dieser kalten Entmenschlichung mit Wärme und Fürsorge zu begegnen, doch die Spirale der Maßnahmen und die Hoffnungslosigkeit setzen dieser Mitmenschlichkeit enge Grenzen."
Joachim Kurz, Kino-Zeit

Fernand Melgar

2008 LA FORTERESSE
2005 EXIT, LE DROIT DE MOURIR
2005 LA VALLEE DE LA JEUNESSE (CARTOGRAPHIES No. 6)
2005 LE PUIT
2003 LE PREMIER JOUR (LE COMBAT, LA VISITE)
2003 A TABLE / A L'ARRIERE / J
2002 REMUE - MENAGE
1998 LA CLASSE D'ACCEUIL
1997 FOU DU JEU: LES FRISSONS DU HASARD
1993 ALBUM DE FAMILLE
1991 JE ZAPPE DONC JE SUIS
1990 CHRONIQUES CATHODIQUES
1987 L'HOMME-NU
1986 LE MUSEE IMAGINAIRE

Videos

News

Internet

Kommentare

Als Autor des inzwischen wohl vergessenen Projektes - Parcours "Hilfe ich bin Flüchtling", macht mich dieser Film sehr betroffen und traurig. Ca. 12'000 Menschen in der Schweiz haben in der Zeit von ca. 1988 bis 1992 mein Projekt besucht. Ich hatte immer vertreten, dass ein "Gastrechtprinzip" für mehr Gerechtigkeit sorgen würde. Und Gast sein dürfen Menschen in Notsituationen , die dieses Gastrecht anerkennen. Heute bin ich Inhaber und Leiter einer privaten Institution für junge Menschen, die aus Familien, Schulen, Heimen, Kliniken, etc. ausgeschlossen werden. Ich engagiere mich nach wie vor mit so viel Energie, wie ich aufbringen kann. Sich in der ersten Welt für Menschen am Rand unserer Gesellschaft zu engagieren wird nach wie vor nicht gehört - leider! Wir betätigen uns im Bereich des schlechten Gewissens der Gesellschaft und da sieht man nicht gerne hin! Uns bleibt nur eines - dran bleiben!
Ich hoffe, dass dieser Film viele Menschen zum Nachdenken bringt und danke allen, die sich beteiligt haben, von ganzem Herzen!
Nicht aufgeben zu Bewegen muss die Devise sein, ausdauernd, objektiv und das Schicksal dieser Menschen immer im Auge!
Ich werde diesen Film bestellen und so vielen Menschen wie ich kann vorführen. Das ist meine bescheidene Unterstützung für Euere gute Sache!
Danke und Gruss René H. Bartl (www.77B.ch).
Stichworte: Gastrechtprinzip, Notsituationen, erste Welt, Bereich des schlechten Gewissens.
René H. Bartl 2012-03-29 Tweet

Kommentar hinzufügen
Neue Kommentare

Permalink Tweet Webseite weiterempfehlen

 Vol spécial

 Vol spécial

 Vol spécial

 Vol spécial

 Vol spécial