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 Viva la muerte

Preis: 30.00 CHF
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DVD5
PAL 4:3
Region 2

Sprachen: Deutsch
Untertitel: English Français Español

Viva la muerte
CH 2000 52'
Regie: Felix Tissi
Drehbuch: Felix Tissi
Kamera: Felix Tissi
Ton: Florian Eidenbenz, Susanna Kumschick
Schnitt: Stefan Kälin
Produktion: Insertfilm

Stichworte
Mexico
Tod
Spielfilm
Dokumentarfilm

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Viva la muerte

Es lebe der Tod

Felix Tissi

Ein filmischer Essay über den Tod in Mexiko.

Mein Arzt meinte, er könne jetzt auch nichts mehr für mich tun, und in wunderbarer Übereinstimmung war mein Arbeiteber mit Doktor Chomsky einer Meinung. Schliesslich bot man mir in einem dieser Reisebüros Hilfe an. In Mekiko sei

  • der Tod ein Abenteur
  • Trunksucht eine geistige Erfahrung
  • der Weltschmerz eine Verschmelzung mit Gott
  • und in Mexiko sei eine verlorene Liebe von literarischem Wert

"Das fünfzigminütige Werk beginnt mit gespenstischen Szenen vom Zürcher Flughafen. Regen fällt, und der Zuschauer sieht Tropfen, die das Kabinenfenster benetzen. Swissair-Maschinen tauchen verschwommen im Hintergrund auf. Es ist, als würden sich die schweren Apparate in ihren Konturen auflösen. Eine Stimme erzählt von einem Adieu, vom Flug in den Tod, vom Sterben in Mexiko.
Das Verwischen und Verdunkeln, das Verzerren und Verschleiern ist bereits hier zentrales Gestaltungselement. Es setzt sich durch den gesamten Essay fort. Durch Verlangsamung der Verschlusszeiten an der Videokamera vermittelt Felix Tissi ein Bild von Mexiko, das surreale Züge trägt. Farben des Alltags werden verfremdet. Einfache Handlungsabläufe oder Körperbewegungen gedehnt. Schatten drohen, dann das Dunkel, die Verzweiflung, das Grauen, übrigens auch das Grauen, das der Alkoholismus zeugt. Nicht zufällig sagt Felix Tissi: "Ich wollte eigentlich immerfort für diesen Film die Nacht haben." In irgendeiner Provinz erlebt der fiktive Held jene Rituale von Tod und Trauer, die vielfach in südländischen, stark von der Religion geprägten Kulturen anzutreffen sind. Am 1. und 2. November versammeln sich die Trauernden auf den Friedhöfen, etwa in Patzcuaro, um im Schein Tausender von Kerzen zu trinken, zu essen, zu feiern. Die Lebenden hocken über dem Grab. Die Toten in der Erde. Gibt es Unterschiede? Leben die Toten nochmals auf? Sterben bald die Lebenden? Aber wann ist "bald"?
Kein Zweifel: Der Ich-Erzähler und Held der Geschichte, immer nur aus dem Off zu hören (Sprecher: Gian-Fadri Töndury), mag eine Kultur, die den Tod nicht verdrängt. Er möchte von der mexikanischen Kultur lernen und lernend dort irgendwo in einem einsamen Hotel sterben. In immer neuen Wellen tauchen Bilder auf, manchmal nur kleine Details. Absichten, Vermutungen, Irrtümer kommen zur Sprache. Und die Frage: Wo verbirgt sich der Tod? Zwischen welchen Stunden des Lebens? Zum Schluss kommt tatsächlich der Tod, aber in anderer Form als erwartet.
Zum einen kommt dieser Essay, der ausschliesslich mit dokumentarischem Material arbeitet, als ein Film daher über den Umgang anderer Kulturen mit dem Tod. Andererseits ist er auch eine Reflexion über erzählerische Verfahren, über Traum und Wirklichkeit. Da tritt etwas in der Wirklichkeit in Erscheinung, was eigentlich nur Halluzination ist; dort gerät das Reale zum Trauma. Dass es Felix Tissi gewagt hat, im Alleingang zu arbeiten, also für Buch, Regie, Kamera sowie Schnitt verantwortlich zeichnet, war ein mutiger Schritt. Dass dieser Schritt zum Erfolg geführt hat, ist umso erfreulicher. Mancher anspruchsvolle Zuschauer dürfte dem Autor für diese Einstimmung auf Allerheiligen und Allerseelen danken.
Uwe Scholz, NZZ Neue Zürcher Zeitung

Felix Tissi

Geboren 1955 in Thayngen/SH. 1976-79 Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien, Abteilung Film und Fernsehen. Seit 1979 freier Drehbuchautor und Regisseur.

2007 DESERT - WHO IS THE MAN?
2007 FLASCHEN UND GÖTTER
2000 VIVA LA MUERTE - ES LEBE DER TOD
1999 WHO'S NEXT
1995 SCHLARAFFENLAND
1991 AUS HEITEREM HIMMEL
1988 TILL
1985 NOAH UND DER COWBOY

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EAN 7640139362285
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