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Preis: 24.00 CHF
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DVD5
PAL 4:3
Region 2
Sprachen: OV
Untertitel: Deutsch English Français Español
Vagabonding Images
CH 1998 48'
Regie: Nicolas Humbert, Simone Fürbringer
Drehbuch: Nicolas Humbert, Simone Fürbringer
Kamera: Nicolas Humbert, Simone Fürbringer
Ton: Nicolas Humbert, Simone Fürbringer
Schnitt: Nicolas Humbert, Simone Fürbringer
Musik: Guy Klucevsek, Glenn Branca, Artbears
Produktion: SIMNIC FILMS
Stichworte
Dokumentarfilm
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Vagabonding Images
Simone Fürbringer, Nicolas Humbert
Ein Film, der vielleicht einem Traum am nächsten ist, gedreht über mehrere Jahre und komponiert aus Erinnerungsbruchstücken und Lebensmomenten, die sich zu einer Folge von mikroskopischen Geschichten verweben. VAGABONDING IMAGES ist ein cinematographischer «cadavre exquis», ein Spiel mit filmsprachlichen Formen, inspiriert von den poetischen Montagetechniken der französischen Surrealisten und der japanischen Haiku-Dichter.
Es geht um die Geschichte eines Paares, einer Familie, um
Lebensalter, Geburt und Tod. Es geht um eine ganz einfache
Kinogeschichte, ein Gewebe aus Bildern und Tönen, zerbrechlich
wie vergrabene Erinnerungen.
VAGABONDING IMAGES besteht in erster Linie aus eindringlichen
Bildern. Unentzifferbare visuelle Zeichen und vage Umrisse von
Formen verdeutlichen sich nach und nach zu einer lückenhaften
Erzählung, die mit den gleichen rätselhaften Bildern endet, wie
sie begonnen hat. Es sind im wesentlichen fragmentarische
Bilder, die im Laufe von mehreren Jahren gedreht wurden. Sie
zeigen Einzelheiten von Körpern, von Gesichtern, eines Tieres,
eines Waldes, von dicht und leise fallendem Schnee, von Wellen,
die am Meeresufer auslaufen. Die Beine einer Schwimmerin, ihr
Hinterteil, die Füsse eines Kindes, das Ohr eines Tieres. Diese
Bilder, diese filmischen Einstellungen wirken wie kleine Wahrnehmungsabenteuer,
bei denen es darum geht, Formen und Licht
mit der von der Improvisation geforderten kreativen Aufmerksamkeit
einzufangen. Die Bilder leben, das Korn – schwarz, weiss
oder farbig – hebt die Fragilität des Filmmaterials hervor und
seine Fähigkeit, dem Festgehaltenen eine faszinierende Dichte
zu verleihen. Die Verwendung eines Super 8-Films und seine
nachträgliche Übertragung auf 16 mm erweist sich hier als
entscheidende ästhetische Wahl.
Die Filmemacher verbinden diese visuellen Fragmente mit anderen
und deuten winzigkleine Geschichten an, die sie sofort wieder
loslassen, in der Schwebe, verfügbar und zugänglich. Schwarze
Übergänge, überraschende Nebeneinanderstellungen von uneinheitlichen
Bildern, zeitlich verschobene Präsenz von Klängen und
Musik, Stimmen, die Texte von Dylan Thomas, Robert Frost, André
Breton sprechen, fügen sich zusammen zu einer traumartigen
Zeitlichkeit. VAGABONDING IMAGES ist ein geträumter Film, getragen
von Erinnerungsbruchstücken, welche sich zu Geschichten aus
dem täglichen und intimen Leben verweben.
Es ist nicht irrelevant, dass Simone Fürbringer und Nicolas
Humbert zu zweit diesen Film gestaltet haben, einen Film, den
sie selbst als cadavre exquis bezeichnen. Unter den Tausenden
von möglichen Fragmentkombinationen, haben sie jeder für sich
und dann gemeinsam den besten, den einzig richtigen Platz für
jedes Bild gesucht, so dass ihr Film die Dichte eines Haiku
gewinnt. Das Boot auf dem grauen See, der schwarze Vogel am
Himmel, das Dorf im sibirischen Regen, der gewölbte Bauch der
Schwangeren, die alten Hände, die einen Apfel zerteilen sind
Teil von archaischen Erzählungen, welche die inspirierten Bilder
von vagabonding images zu grossartigen weltlichen Ikonen
unserer Träume und unserer Albträume machen.
Jean Perret, Visions du Réel Nyon 1998
Simone Fürbringer
Geboren 1957 in Basel. 1977-80 Studium der Pädagogik. 1981-86 Lehrerin an Hilfs- und Sonderschulen, Arbeit als freie Journalistin und Photographin. 1987-94 HFF (Hochschule für Fernsehen und Film, München). Seit 1993 als freie Filmemacherin tätig.
2007 LUCIE & MAINTENANT - JOURNAL NOMADE
2001 PHOENIX AUS DER ASCHE
1998 VAGABONDING IMAGES
1995 PRENDS TA CHANCE
Nicolas Humbert
Geboren 1958 in München (DE). 1976-79 Erste Texte, Bilder und Super-8 Filme unter dem Einfluss des Französischen Surrealismus. Gründung der «Groupe Macsom». 1982-87 HFF (Hochschule für Fernsehen und Film, München). 1985 Mitbegründer der Filmemacher Kooperative «Der Andere Blick». 1987 Gründung der Produktion «Cine Nomad» zusammen mit Werner Penzel. Seit 1987 Tätigkeit als unabhängiger Regisseur, Produzent und Autor.
2007 LUCIE & MAINTENANT - JOURNAL NOMADE
2005 BROTHER YUSEF
2003 MY EYE YOUR EYE
2003 FRAGMENTS D'ICI
2000 WHY SHOULD I BUY A BED WHEN ALL THAT I WANT IS SLEEP
1998 VAGABONDING IMAGES
1997 NULL SONNE NO POINT
1995 MIDDLE OF THE MOMENT
1990 STEP ACROSS THE BORDER
1989 LANI UND DIE SEINEN
1986 WOLFSGRUB
1985 NEBEL JAGEN

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