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 Urs Peter Schneider: 36 Existenzen

Preis: 30.00 CHF
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DVD9
PAL 4:3
Region 0

Sprachen: Deutsch Schweizerdeutsch
Untertitel: Deutsch

Urs Peter Schneider: 36 Existenzen
CH 2006 92'
Regie: Urs Graf
Kamera: Urs Graf
Ton: Urs Graf
Schnitt: Urs Graf, Marlies Graf Dätwyler
Musik: Urs Peter Schneider, John Cage, Joseph Haydn, Hermann Meier, G.G. Englert, Johann Sebastian Bach
Produktion: Filmkollektiv Zürich AG

Stichworte
Kunst
Musik
Dokumentarfilm

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Urs Peter Schneider: 36 Existenzen

Ins Unbekannte der Musik

Urs Graf

Ein Musikstück entsteht. Leben und Schaffen eines Komponisten, dessen Werke seit jeher über die vertrauten Vorstellungen von zeitgenössischer E-Musik hinaus weisen. Urs Peter Schneider lässt den Filmautor Urs Graf über ein Jahr hinweg in freundschaftlicher Nähe am Entstehen eines Musikstücks teilhaben, von ersten Ahnungen bis zur Uraufführung. Der Film lässt den menschlichen Zwiespalt miterleben, der sich dem Komponisten in besonderer Dringlichkeit stellt: die Sehnsucht nach etwas jenseits all dessen, was uns vorstellbar erscheint – der Wunsch nach einer letztendlichen Kontrolle unseres Tuns.

Urs Peter Schneider

1939 in Bern geboren, Komponist und Improvisator, Interpret und Pädagoge. Seit 1955 komponierend, Autor von hundertvierundvierzig Kompositionen (ca. 800 Aufführungen). 1958 Abitur in Bern. Von 1959 bis 1963 Studium bei Walter Lang (Klavier) und Kurzstudium bei Sandor Veress (Komposition) in Bern. 1962 und 1963 Besuch der Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik. Seit 1963 ausgedehnte Tätigkeit als Pianist in ganz Europa, dazu Vorträge, Publikationen, radiophonische Arbeiten. 1964 Zweiter Preis im Grossen Pembaur-Klavierwettbewerb. Von 1963 bis 1966 Studium bei Bruno Seidlhofer (Klavier) und Kurzstudium bei Karlheinz Stockhausen (Komposition) in Köln und Wien. 1966 Solistenpreis des Schweizerischen Tonkünstlervereins. Seit 1966 in Biel wohnhaft, Lehrer an der Hochschule für Musik in Bern (Klavier, später Theorie, Komposition, Ensemble fächerübergreifend), Leiter zahlreicher Gruppenprojekte (Improvisation und Neue Musik vor allem). 1968 Gründung des „Ensemble Neue Horizonte Bern“ vor allem für Schweizerische und Amerikanische Avantgarde (ca. 600 Aufführungen). Seit 1973 auch frei improvisierender Musiker, etwa mit mit Favre, Francioli, Schweizer, Nichols, Cooper, Zorn, Micol, mit seinen Trios und als Solist. Von 1970 bis 1978 drei Kompositionspreise. Von 1971 bis 1979 künstlerischer Leiter der „Konzertgesellschaft Neue Horizonte“ in Bern. 1983 Grosser Musikpreis des Kantons Bern, zusammen mit seiner ersten Frau, der Pianistin, Sopranistin und Komponistin Erika Radermacher. 1979 und 1987 vier Aufführungen an den Weltmusikfesten in Athen und Köln. Von 1981 bis 1987 drei Preise als Interpret. 1988 und 1989 erste intensive Theaterarbeit mit der Performerin, Schauspielerin und Raumgestalterin Marion Leyh, seiner zweiten Frau. 1989 Publikation des Buches „Komponieren“ beim Bernischen Zytglogge-Verlag und Unterbruch seines Tonsetzens zugunsten eines einzigen Projektes „Studien“ und der Niederschrift seines „Ich-Buches“. Von 1967 bis 1996 insgesamt zehn Schallplatten.

"Urs Graf ist mit der Dokumentation "Urs Peter Schneider: 36 Existenzen" ein sorgfältig montierter und nuancierter Film gelungen: spannend, intensiv, witzig und ungemein hintergründig. Graf sieht was Schneider hört. Ein Film, der was vielleicht überraschen mag, auch allen Nichtmusikern zu empfehlen ist."
Raphael Amstutz, Bieler Tagblatt

"Graf vereinbart mit dem emeritierten Musikwissenschaftler und Komponisten neuer Musik die Komposition eines Stückes und begleitet dessen Geburt über den Zeitraum eines Jahres. Daraus entwickelt sich einer der faszinierendsten Dokumentarfilme, die in diesem Jahr in Solothurn zu sehen waren. Was zum einen mit Schneiders jovialer Persönlichkeit zu tun hat, deren Herzlichkeit sich überträgt, weit mehr aber noch mit dem gewagten Experiment, das einen schöpferischen Akt nachvollziehbar macht. Zwar wird der Laie mit vielen Fakten überfordert und kann am Ende nicht sagen, wie die Musik denn nun eigentlich zustande gekommen ist, hat aber doch das Gefühl, in das Denken und Handeln Schneiders eingebunden zu werden. Schnell muss man sich von der klassischen Vorstellung verabschieden, dass da jemand am Klavier sitzt und ihm Töne entlockt, um sie möglichst harmonisch aneinander zu reihen. Schneider geht analythisch-mathematisch vor, schafft Grundlagen, in diesem Fall die Initialen und Geburtsdaten von Bekannten, die er mit einem Grundton in Korrelation setzt, um durch eine Veränderung der Perspektiven und etliche Paradigmenwechsel etwas Neues zu schaffen, von dessen Existenz er zu Beginn selbst nichts ahnte. Grafs Film vermittelt eine Freude an der Kreativität."
Hans Messias, Film-Dienst

Urs Graf

Geboren 1940 in Olten. Ausbildung als Grafiker-Lithograf. Seit 1961 wohnhaft in Zürich. 1961 Grafik und Industrial-Design, Malerei, Cartoons, Fotografie. 1967-71 Arbeit in den Bereichen Drehbuch, Regie, Animation, Schnitt. Gleichzeitig Beginn eigener Film-Realisationen. Seit 1975 Mitglied des Filmkollektiv Zürich. 1983-2005 Dozent an der ETH (Eidgenössische Technische Hochschule) Zürich, Theorie und Praxis des Films.

2010 ANNETTE SCHMUCKI - HAGEL UND HAUT (INS UNBEKANNTE DER MUSIK)
2007 JÜRG FREY: UNHÖRBARE ZEIT
2006 URS PETER SCHNEIDER: 36 EXISTENZEN
1999 DIE ZEIT MIT KATHRIN
1993 DIE FARBE DES KLANGS DES BILDES DER STADT
1991 SERIAT
1987 ETWAS ANDERS
1982 WEGE UND MAUERN
1979 KOLLEGEN
1978 CINEMA MORT OU VIF
1971 ISIDOR HUBER UND DIE FOLGEN
1971 EINE LINIE IST EINE LINIE IST EINE LINIE
1970 Z.B. UNIFORMEN

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