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Sprachen: OV (Schweizerdeutsch Deutsch English Italiano)
Untertitel: Deutsch (Deutschland)
Urs Fischer
CH 2010 98'
Regie: Iwan Schumacher
Stichworte
Skulptur
Biographie
Kunst
Dokumentarfilm
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Urs Fischer (VOD D)
Iwan Schumacher
Urs Fischer ist ein Senkrechtstarter. Der 36jährige Schweizer Künstler mit Wohnsitz in New York feiert mit seinen Zeichnungen, Objekten und Installationen seit Jahren internationale Erfolge. Fischer erhält hochkarätige internationale Ausstellungsmöglichkeiten und verfügt über beachtliche Produktionsbudgets, die es ihm auch erlauben, haushohe Skulpturen anzufertigen.
Der Film zeigt ihn als Künstler, der seine Schaffenskraft aus einem Spannungsfeld intensiver Gegensätze und Widersprüche bezieht. Fischer pendelt zwischen Lebensfreude und Schaffenswut, Kunsttraditionen und Popkultur, Spontaneität und Hightech hin und her. In seinen zwei- und dreidimensionalen Arbeiten findet er immer wieder die Synthese zwischen diesen scheinbaren Gegensätzen. Im Zentrum des Films steht als vorläufiger Höhepunkt seiner Kariere die Vorbereitung bis hin zur Vernissage seiner ersten Einzel-Ausstellung in einem Museum in den USA: im New Museum in New York City im Oktober 2009. Visuell netzartig verflochten zeigt «Urs Fischer» die wichtigsten Produktionen und Ausstellungen der letzten sechs Jahre, mit fesselnden Bildern von Schauplätzen wie Venedig, London, Sydney, Zürich und Shanghai.
Die Zuschauer tauchen ein in den komplexen schöpferischen Prozess hinter einer Ausstellung, und sie erleben, unter welchem Druck ein international tätiger Künstler arbeitet. Faszinierend auch zu sehen, was es ganz konkret bedeutet, als Künstler in einer globalisierten Welt seine Werke zu schaffen. Und Teil eines Kunstmarktes zu sein, in dem Millionensummen auf dem Spiel stehen.
Mit Urs Fischer, Massimiliano Gioni, Alison M. Gingeras, Felix Lehner
Urs Fischers Werdegang
Urs Fischer gehört zu den erfolgreichsten Schweizer Künstler der jüngeren Generation. Er wurde 1973 in Zürich geboren und besuchte den Vorkurs der Hochschule für Gestaltung und Kunst. Nach einem abgebrochenen Fotografiestudium zog er nach Amsterdam, wo er ein Atelierstipendium an der De Ateliers-Stiftung zugesprochen bekam.
1996 bestritt er mit Zeichnungen und Objekten seine erste Einzelausstellung in der von Eva Presenhuber geleiteten Galerie Walcheturm. Die bis heute bestehende Zusammenarbeit mit Eva Presenhuber ist für Fischer von entscheidender Wichtigkeit. Fischer folgte ihr an die Galerie "Hauser & Wirth und Presenhuber", wo er 1999 eine Einzelausstellung erhielt. Er blieb Presenhuber treu, als sie sich von "Hauser & Wirth" wieder trennte.
2000 - 2002 folgten Ausstellungen in Glarus, London, Amsterdam, Berlin, Glasgow und Santa Monica. 2003 stellte er bei Gavin Enterprises in New York und Sadie Coles HQ in London aus, angesagten jungen Galeristen, die seinen internationalen Aufstieg weiter be- förderten. 2004 erhielt er im Alter von 31 Jahren eine Einzelausstellung am Centre Pompi- dou in Paris, gefolgt von einer Einzelausstellung am Kunsthaus Zürich. Die beiden Ausstel- lungen, mit aufwendigen Katalogpublikationen verbunden, stellten einen vorläufigen Hö- hepunkt von Fischers Karriere dar. Nur acht Jahre nach seiner ersten Ausstellung verschaff- ten sie ihm den endgültigen Durchbruch.
In den folgenden zwei Jahren zeigte er zehn Einzelausstellungen und nahm an neunzehn Gruppenausstellungen teil.
2007 ist wiederum ein wichtiges Jahr für Fischer: Er vertritt zusammen mit Ugo Rondinone die Schweiz an der Kunstbiennale in Venedig, ist dort gleichzeitig in einer Ausstellung der Sammlung Pinault im Palazzo Grassi vertreten und zeigt Einzelausstellungen in Sydney, Zürich, London und New York.
2008 gönnt sich Fischer eine Auszeit: er will in seinem New Yorker Atelier neue Ideen ent- wickeln und sich auf seine Ausstellung im New Museum im Herbst 2009 vorbereiten. Doch ganz ohne Ausstellungen geht es nicht: in seiner Zürcher Galerie Eva Presenhuber zeigt er zum ersten Mal vier der sogenannten Clays – das sind ursprünglich drei bis vier Zentimeter kleine Lehmklümpchen, die eingescannt und dann hundertfach vergrössert in Aluminium gegossen wurden.
Und zusammen mit seinem New Yorker Galeristen Gavin Brown kuratierte er bei der Gale- ristenlegende Tony Shafrazi die viel beachtete Ausstellung „Who’s Afraid of Jasper Johns?“. Urs Fischer fotografierte eine Gruppenausstellung u.a. mit Werken von Keith Haring und Jean Michel Basquiat, stellte daraus ein Tapete her, kleidete damit die Galerie aus und hängte neue Bilder aus der Sammlung des Galeristen darüber.
Iwan Schumacher
Geboren 1947 in Luzern. Ausbildung zum Fotografen an der Kunstgewerbeschule Zürich. 1967 Teilnahme am ersten schweizerischen Filmarbeitskurs. Fotografierte für die Schweizer Illustrierte, DU und Weltwoche. 1970-72 Lehrer für Fotografie an der Bath Academy of Art, England. Seit 1972 kontinuierliche Filmtätigkeit als Kameramann, Regieassistent, Drehbuchautor und Regisseur. 1977-81 Mitglied der Nemo Film AG. 2000 Gründung der Schumacher & Frey GmbH. Lebt in Zürich.
2011 AMIET
2009 URS FISCHER , (VOD CH-D, VOD D, VOD E, VPD F)
2007 MARKUS RAETZ
2005 DER WOLKENSAMMLER
1999 TRÜMPI
1994 GASSER & GASSER
1990 MATHIAS GNÄDINGER - VIER FIGUREN & EIN PORTRAIT
1984 DER MORD DANACH - TATORT
1982 SCHLAGSCHATTEN
1981 HABSUCHT ODER HAMBURG-MADRID
1978 MAN PROBIERTS, MAN PROBIERT'S
1976 VERGLICHEN MIT FRÜHER
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