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The Turin Horse
Hungary/D/F/CH 2011 146'
Regie: Béla Tarr
Drehbuch: Béla Tarr, László Krasznahorkai
Kamera: Fred Kelemen
Ton: György Kovács, Mihály Víg, Gábor Erdélyi Jr.
Ausstattung: Sándor Kállay
Kostüme: János Breckl
Schnitt: Ágnes Hranitzky
Musik: Mihály Víg
Produktion: TT Filmmühely, Vega Film AG, Ruth Waldburger
Mit: János Derzsi, Erika Bók, Volker Spengler, Mihály Kormos
Stichworte
Frankreich
Deutschland
Spielfilm
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The Turin Horse
Béla Tarr
Berlinale 2011: Silberner Bär - Grosser Preis der Jury
„Am 3. Januar 1889 tritt in Turin Friedrich Nietzsche durch die Tür des Hau -
ses Via Carlo Alberto 6. Nicht allzu weit weg von ihm hat der Kutscher einer
Pferdedroschke Ärger mit einem widerspenstigen Pferd. Trotz all seiner
Ermahnungen weigert sich das Pferd, sich in Bewegung zu setzen, woraufhin
der Kutscher die Geduld verliert und zur Peitsche greift. Nietzsche
nähert sich dem entstehenden Gedränge und setzt dem brutalen Verhal -
ten des Kutschers ein Ende, indem er schluchzend seine Arme um den Hals
des Pferdes legt.
Sein Vermieter bringt ihn anschließend nach Hause, und zwei Tage lang
liegt er bewegungslos und stumm auf dem Sofa, ehe er berühmte letzte
Worte spricht und noch weitere zehn Lebensjahre stumm und umnachtet
unter der Obhut von Mutter und Schwestern verbringt.
Was mit dem Pferd geschah, wissen wir nicht.“
So Béla Tarr im einführenden Vorspanntext seines Films. Er beschreibt in unmittelbarem Anschluss an das Ereignis mit großer Genauigkeit das Leben des Kutschers, seiner Tochter und auch des Pferdes. Gedreht hat der ungarische Regisseur in seiner unverwechselbaren Handschrift: mit langen Ka - me raeinstellungen, in Schwarzweiß und unter weitgehendem Verzicht auf Dialoge.


