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Preis: 29.00 CHF
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DVD5
PAL 16:9
Region 2
Sprachen: Shuar Español
Untertitel: Deutsch Français English
Trans-Cutucú
CH 2009 91'
Regie: Lisa Faessler
Drehbuch: Lisa Faessler
Kamera: Pio Corradi
Ton: Otto Cavadini, Jürg von Allmen
Schnitt: Adrian Aeschbacher, Lisa Faessler
Musik: Station Filmmusik
Produktion: Lisa Faessler
Stichworte
Dokumentarfilm
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Trans-Cutucú
Zurück in den Urwald
Lisa Faessler
Die Bergkette Cutucú liegt im südlichen Amazonasgebiet in Ecuador. Sie schützte vor ökologischer Zerstörung, für die Indianer aber war sie auch ein Hindernis: sie hatten keinen Zugang zur Zivilisation. Der Strassenbau über die Bergkette leitet nun die Mobilität ein, die für den Abbau von Bodenschätzen nötig ist und gewährt nebenbei den Indianern Zugang in unsere Welt. Ausschnitte aus dem Film Shuar (1986) erinnern uns daran, dass in der Shuarkultur die Natur beseelt und die Mobilität im halluzinogenen Rausch grenzenlos waren. Heute transportieren die Indianer ihr Holz in unsere Welt.
Im Gleichtakt reissen zwei riesige, gelbe Bulldozer
die karminrote Erde auf, während sich
mehrere Pferde gegenseitig die vom Schleppen
aufgerissene Haut lecken. Einige Meter
entfernt parkt ein Reisebus, aus dem westliche
Touristen aussteigen, die zu Fuss die
Holzhütten oberhalb der Baustelle erreichen
wollen. Das Szenario wird vor den aufragenden
Höhen des Amazonas ohne Kommentar
und aus einiger Distanz gefilmt.
Quer durch das kaum berührte Land der
Indios wird die Strasse Trans-Cutucú Amazonía
gebaut. DerWeg soll den Holztransport
von den Dörfern in die Hauptstadt der Provinz
Morona-Santiago erleichtern. In TRANS-CUTUCU - ZURÜCK IN DEN URWALD zeigt die
Regisseurin Lisa Faessler die schwierigen
Lebensbedingungen der alteingesessenen
Ecuadorianer unter dem immer wachsenden
Druck der Grossindustrie. So erklärt etwa ein
Zuckerrohr-Bauer, dass er seine Ernte nicht
mehr abbringt, weil die Händler kaum etwas
dafür zahlen. Wie den meisten seiner Dorfkameraden
bleibt ihm nichts anderes übrig,
als den eigenen Lebensraum, den Urwald, zu
roden und wenigstens das Holz zu einem
guten Preis zu verkaufen.
Als Kontrast zu diesen Bestandesaufnahmen
dienen Schwarzweiss-Sequenzen von 1986,
in denen alte Indios im Rausch und nüchtern
Geschichten der mystischen Natur wiedergeben.
In diesen älteren Dokumenten sind
auch rituelle Handlungen wie das Aufsuchen
der heiligen Wasserfälle oder das Trinken
eines besonders üblen Schnapses festgehalten.
Ein raffiniertes Dokument über die tiefe
Kluft zwischen Jahrhunderte alter Tradition
und dem Zugzwang der Modernisierung.
Visions du Réel Nyon 2009
Lisa Faessler
Geboren 1946 in Luzern. 1963-66 Ausbildung als Fachfotografin. 1966-67 Teaching Assistant an der Fotoabteilung des Carpenter Center for Visual Arts, Harvard University. Fotografin im anthropologischen Museum in Mexico City und am Kunstmuseum Basel. 1972-78 Studium an der DFFB (Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin). Seit 1978 freie Filmschaffende. Seit 1986 lebt in Quito.
2009 TRANS-CUTUCU - ZURÜCK IN DEN URWALD
1998 TUMULT IM URWALD
1993 TANZ DER BLAUEN VÖGEL
1990 DIE LETZTE BEUTE
1986 SHUAR, VOLK DER HEILIGEN WASSERFÄLLE
News
- TRANS-CUTUCU von Lisa Faessler 2010-05-25
- Films suisses au Festival Visions du Réel Nyon le mardi 28 avril 2009-04-28

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