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Thomas Koerfer Edition
Thomas Koerfer
Der Tod des Flohzirkusdirektors
Ottocaro Weiss will mit seiner Gehilfin Anja die Pest auf die Bühne bringen, weil äussere Umstände und «Nachwuchsmangel» ihn gezwungen haben, den bisherigen Betrieb seines Flohzirkus einzustellen. Pest bedeutet für ihn «Auslöschung von allem, was das Leben niedrig und gemein macht», mithin Freiheit. Ohne es zu wissen, wird er von einem Mäzen finanziert, der der entgegengesetzten Auffassung ist: «Die Pest ist eine Ordnungsmacht», sagt Johannes Wagner. Diesem gelingt es, mithilfe seines Agenten Moosbrugger eine Nummer in das neue Programm zu schmuggeln, in der die Pest nicht wie von Ottocaro Weiss theatralisch, sondern als naturwissenschaftliche Realität an Ratten vorgeführt wird.
Als Wagner in dem Glauben, der überzivilisierten Menschheit einen Dienst zu leisten, eine Epidemie auszulösen versucht, scheitert er an Ottocaro Weiss, der, um seine persönliche Glaubwürdigkeit zu retten und die verlorene politische Dimension zurückzugewinnen, den Schein des Theaters mit der Wirklichkeit vertauscht: Die illusionäre Freiheit der Bühne ist auf die Dauer nicht genug.
Der Gehülfe
...ich will nur versuchen, ob ich mir klar darüber werden kann, was mit meiner Person eigentlich los ist und mit dem Umkreis von Welt, der die Mühe gehabt hat, mich zu ertragen.
Robert Walser
Der 24-jährige Joseph Marti wird nach längerer Stellenlosigkeit als kaufmännischer Angestellter in das technische Büro des Ingenieurs und Erfinders C. Tobler nach Bärenswil vermittelt. Tobler hat sein gesamtes Vermögen in Erfindungen investiert, für die sich niemand interessiert. Neben den zu führenden Korrespondenzen, in der Regel diktierte hochtrabende Bittschreiben, erstrecken sich Martis Pflichten auch auf häusliche und familiäre Dienste. Dafür bewohnt er das Turmzimmer, wo er seine Freizeit mit Selbstanklagen und geistigen Übungen in Trotz und Rebellion totschlägt und an die scheuen, gefühlsverwirrten Momente mit der jungen Frau Tobler denkt.
Man wird hineingezogen in den langsamen Zerfall des Hauses Tobler, in die prächtigen Feste, die zum Trotz gefeiert werden; leidet mit bei den brutalen Abreaktionsspielchen, die sich Tobler mit seinem psychisch ihm über den Kopf wachsenden Untergebenen leistet, bei jenem Anflug einer erotischen Beziehung, die Joseph dazu benutzt, um der Rabenmutter Vorhaltungen zu machen.
Alzire oder der neue Kontinent
Seit 200 Jahren tot und immer noch lebendig, beobachten Voltaire und Rousseau die Mühsale einer kleinen Schauspieltruppe, die Voltaires Stück Alzire oder die Amerikaner aufzuführen versucht...
Die Leidenschaftlichen
Die wahrheitsgetreue Geschichte erzählt anfänglich den vier-monatigen Aufenthalt des jungen Goethe in Wetzlar 1772, schildert seine unerfüllte Liebe zu Charlotte Buff, der Verlobten seines Juristenkollegen Kestner und den späteren Selbstmord seines Freundes Jerusalem. Hier entfernt sich der Film drehscheibenartig von den autobiographischen Elementen und wechselt in die Fiktion, die Goethe das Leiden des jungen Werther spüren und Charlotte in die Lotte verwandeln lässt...
Glut
Vor seinem Vater, dem rücksichtslos handelnden Waffenfabrikanten François Korb, fürchtet sich Andres. Enttäuscht wird Andres aber auch von seiner Mutter: Claire Korb widmet sich eher der Leidenschaft zu ihrem Schwager Albert Korb. Einzig vom Grossvater, Oberst Wettach, bekommt er Zuneigung und Wärme. 1944: In Europa herrscht das Nazi-Regime. François Korb pflegt von der Sturm umbrandeten Friedensinsel Schweiz aus die besten Beziehungen zu hohen Repräsentanten des III. Reiches.
Konzert für Alice
Ein von Gondeln und freigebigen Menschen bevölkertes, gleichsam verzaubertes Zürich ist Kulisse für die heiter- melancholische Geschichte von dem russischen Flötisten, der einer hübschen Strassenmusikantin vorgaukelt, ein reicher Mäzen zu sein, worauf sie ihm mit Fantasie und Bestimmtheit seinen Platz sowohl im Konzertsaal , als auch in ihrem Leben zuweist...
All Out
Am Anfang steht ein Banküberfall - der Plan scheint perfekt: Angelo und Ciccio räumen die Bank leer, während Paul im Fluchtauto auf seine beiden Komplizen wartet. Doch schon bald gerät ihr Plan ausser Kontrolle, da sich ihnen zwei bewaffnete Männer in den Weg stellen. Paul flüchtet vorzeitig, Ciccio wird erschossen und Angelo entkommt mit dem Geld und Julia, der Tochter des Bankbesitzers, als Geisel nach Italien. Eine verhängnisvolle Liebesaffäre beginnt...
Der grüne Heinrich
Der Grüne Heinrich, ein junger Maler, taucht in den Münchner Fasching ein. Vor einem alles entscheidenden Duell, erinnert er sich seiner turbulenten Jugendzeit in der Schweiz. Er denkt an seine geteilte Liebe: die reine Anna, seine Cousine, die an einer unheilbaren Krankheit leidet, und Judith, eine sinnliche Schauspielerin, die ihn seine erste Liebe vergessen lernt...
Thomas Koerfer
Geboren am 23. März 1944 in Bern. Studium der Soziologie und Nationalökonomie in Berlin, München und St. Gallen. Abschluss mit lic. oec. HSG in St. Gallen. Volontariat bei Alexander Kluge, Filminstitut Ulm. 1973 erster Spielfilm. 1994 Gründung des Filmverleihs Frenetic Films. Ab 2000 Übernahme der Quinnie Cinemas Bern
1991 DER GRÜNE HEINRICH
1990 ALL OUT
1985 KONZERT FÜR ALICE
1983 GLUT
1981 DIE LEIDENSCHAFTLICHEN
1978 ALZIRE ODER DER NEUE KONTINENT
1975 DER GEHÜLFE
1972 DER TOD DES FLOHZIRKUSDIREKTORS
News
- Renato Berta - Kameramann - Retrospektive in Solothurn und mehr als 20 DVDs 2007-01-22
- Ausgewählte Filme an den Solothurner Filmtagen Dienstag 23. Januar 2007-01-22
- DRS-Filmpodcast: Thomas Koerfer im Gespräch mit Pierre Lachat 2006-12-30
- THOMAS KOERFER EDITION 2006-12-20
- Retrospektive Renato Berta an den Solothurner Filmtagen 2007 2006-12-07
- Weihnachtsideen: Klassiker des neuen Schweizer Films: Spielfilme 2006-11-24
- Thomas Koerfer auf DRS2 2006-11-23
Internet
Preis: 165.00 CHF
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PAL 16:9 and 4:3
Region 0
Sprachen: Deutsch
Untertitel: Français English Italiano
Thomas Koerfer Edition
Der Tod des Flohzirkusdirektors
CH 1972 111'
Regie: Thomas Koerfer
Drehbuch: Dieter Feldhausen
Kamera: Renato Berta
Ton: Jeti Grigioni
Schnitt: Heinz Berner
Musik: Ernst Kölz
Produktion: Thomas Koerfer
Mit: François Simon, Paul Gogel, Norbert Schwientek, Janine Weill, Gotthard Dietrich, Gerhard Dorfer, Peter Kner
Der Gehülfe
CH 1975 122'
Regie: Thomas Koerfer
Drehbuch: Dieter Feldhausen, Thomas Koerfer, Robert Walser
Kamera: Renato Berta
Ton: Pierre Gamet
Schnitt: Georg Janett
Produktion: Thomas Koerfer
Mit: Paul Burian, Ingold Wildenauer, Verena Buss, Tobi Mettler, Nicole Heri, Nikola Weisse, Wolfram Berger, Hannelore Hoger, Lucie Avenay, Jürgen Cziesla, Rosalinde Renn, Janet Haufler, Norbert Schwientek, Klaus-Henner Russius, Tina Engel
Alzire oder der neue Kontinent
CH 1978 111'
Regie: Thomas Koerfer
Drehbuch: Dieter Feldhausen
Kamera: Renato Berta
Mit: François Simon, Roger Jendly, Monika Bleibtreu, Verena Buss, Nikola Weisse, Hans Peter Korff, Rüdiger Vogel
Die Leidenschaftlichen
CH 1981 110'
Regie: Thomas Koerfer
Drehbuch: Hans Christoph Buch, Thomas Koerfer
Kamera: Thomas Mauch
Musik: Ernst Kölz
Mit: Sunnyi Melles, Lutz Weidlich, Paul Burian, Wolf Kaiser, Sigfrit Steiner
Glut
CH 1983 109'
Regie: Thomas Koerfer
Drehbuch: Thomas Koerfer, Dieter Feldhausen
Kamera: Frank Brühne
Ton: Rainer Wiehr
Schnitt: Georg Janett
Musik: Peer Raben
Produktion: Cactus Film
Mit: Armin Mueller-Stahl, Katharina Thalbach, Matthias Habich, Sigfrit Steiner, Thomas Lücking, Agnes Zielinski, Krystyna Janda, Barbara Freier, Gudrun Geier
Konzert für Alice
CH 1985 86'
Regie: Thomas Koerfer
Drehbuch: Lev Shargorodsky, Alexander Shargorodsky, Thomas Koerfer
Kamera: Martin Fuhrer
Musik: Louis Crelier
Mit: Beate Jensen, Towje Kleiner, Anne-Marie Blanc, Erwin Parker
All Out
CH 1990 111'
Regie: Thomas Koerfer
Drehbuch: Thomas Koerfer, Joachim Hammann, Bernard Stora
Kamera: Lukas Strebel
Musik: Jean-Paul Petit
Produktion: Thomas Koerfer
Mit: Dexter Fletcher, Fabienne Babe, Uwe Ochsenknecht, Peter Fritz
Der grüne Heinrich
CH 1991 110'
Regie: Thomas Koerfer
Drehbuch: Peter Müller, Thomas Koerfer, Barbara Jago, Gottfried Keller
Kamera: Gérard Vandenberg
Musik: Bruno Coulais
Produktion: Condor
Mit: Thibault de Montalembert, Florence Darel, Assumpta Serna, Mathias Gnädinger, Nadja Uhl, Dominique Sanda
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