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Texte


Die meisten Seiten auf dem Website artfilm.ch beziehen sich auf einen einzelnen Film. Der Schweizer Film ist jedoch auch eine nationale Filmographie und Bestandteil der Identität eines Landes, seiner Bewohner/innen und seiner Geschichte, für sich aber als auch Botschafter in der Welt. Der Schweizer Film entsteht auch in einem politischen und kulturellen Kontext. Wir möchten mit dieser Serie von Texten zum Nachdenken anregen und zur Diskussion um den Schweizer Film beitragen. Wir danken den Autoren für das freundliche Zurverfügungstellen der Texte.

La plupart des pages sur le site artfilm.ch sond dédiées à un seul film. Cependant, le cinéma suisse constitue aussi une filmographie nationale et fait partie de l'identité d'un pays, des ses habitants et de son histoire, sans oublier son rôle d'ambassadeur au monde. Les films suisses naissent dans un contexte politique et culturel. Cette série des textes servira de réflexion et de discussion sur lecinéma suisse. Nous remercions les auteurs pour la mise à disposition des textes.

Le cinéma suisse et l'art - une liste subjective
Ayant le plaisir d'être invité membre du jury du FIFA à Montréal, je me suis posé la question quels films le cinéma suisse pourrait apporter à ce festival. La liste compilée est subjective et certainement pas exhaustive.
18.3.2014

Offene Fragen zur Langzeitarchivierung
Mit der nun vollzogenen Umstellung der Herstellung und der Verbreitung von Filmen auf digitale Träger stellt sich die Frage der Langzeitarchivierung neu.
17.11.2013

Kunstfreiheit und Urheberrecht
Kunstfreiheit gibt es in einer Gesellschaft nur, wenn die Künstler/innen von ihrer Arbeit auch leben können. Diese werden jedoch zur Zeit enteignet.
20.9.2013

Was darf der Film?
Der neue Film von Jean-Stéphane Bron L'EXPERIENCE BLOCHER ist schon vor seiner Premiere auf der Piazza Grande in Locarno Thema einer Polemik in Bundesbern. In der NZZ am Sonntag stört sich die SP-Nationalrätin Susanne Leutenegger-Oberholzer daran, dass der Bund den Film mitfinanziert hat: Blocher solle sich den Film aus der eigenen Tasche bezahlen. Ins gleiche Horn bläst ihre Parteikollegin Celsa Amarelle und Mitglied der staatspolitischen Kommission des Nationalrates am Westschweizer Radio RTS Forum.
Man reibt sich die Augen. Sommerhitze? Anti-Blocher-Reflex? Affäre Hirschhorn mit umgekehrten Vorzeichen? Niemand hat den Film gesehen, auch der Schreibende nicht. Aber gerade darum gilt es ein paar kulturpolitische Grundsätze wieder in Erinnerung zu rufen.
8.8.2013

70 Filmschaffende nehmen Stellung gegen die Verschärfung des Asylgesetzes
70 cinéastes se positionnent contre le durcissement de la loi sur l'asile en Suisse
29.5.2013

Kollektive Verwertung der Online-Privatkopie von Matthias Bürcher
Standpunkt von Matthias Bürcher an der Veranstaltung "Urheberrecht: Filesharing" vom Schweizer Forum für Kommunikationsrecht
29.5.2013

Urheberrecht - Bitte um mehr Gelassenheit von Matthias Bürcher
In diesem Text, der im Herbst 2012 für ein Seminar geschrieben wurde, stellt Matthias Bürcher fest, dass das Problem der Internetkopie nicht mit Verboten gelöst werden kann. Er schlägt deshalb vor, diese zu regulieren und wie die Privatopie mit einer kollektiven Verwertung abzugelten.
25.9.2012

Kommentar zum neuen Modell der erfolgsabhängigen Filmförderung
Ein Leitfaden von Matthias Bürcher und Robert Boner
Im Rahmen des Fazilitationsprozesses zu den Förderkonzepten 2012-2015 hat die Filmbranche zusammen mit der Sektion Film in Moderation von Marc Wehrlin ein neues Modell entwickelt, welches die erfolgsabhängige Filmförderung grundsätzlich reformiert, mit neuen Instrumenten ausstattet und damit auch für die Filmförderung und die Schweizer Filmproduktion eine neue Dynamik erzielt. Das Modell ist auch Ergebnis einer ausführlichen Analyse der Ziele und Wirkungen und Ausdruck eines historischen Kompromisses zwischen der Branche, der die unterschiedlichen Interessen der Akteure ausgleicht.
Als Hauptautoren des Modells erachten wir es nützlich, die neue Verordnung unter dem Licht des Geistes des Fazilitation zu betrachten und gleichzeitig auch praktische Hinweise zur Anwendung zu geben. Der vorliegende Text richtet sich sowohl an die betroffenen Filmschaffenden wie an die Verwaltung.
Octobre 2012

Motion mit Nebenwirkungen von Matthias Bürcher
Heute entscheidet der Nationalrat über eine Motion, welche die neuen Förderkonzepte des Bundes grundsätzlich in Frage stellt. Es geht um die grundsätzliche Frage: Wie entscheidet der Staat über die Verteilung der Mittel der Kunstförderung? Die Schweizer Filmschaffenden fordern die Nationlaräte auf, die Motion abzulehnen.
12.12.2011

Wahlempfehlung - Diese National- und Ständeräte unterstützen den Schweizer Film
Recommandation de vote - Ces conseillers nationaux et des Etats soutiennent le cinéma suisse
Septembre 2011

Film politique suisse de Matthias Bürcher
On pourrait faire un procès rapide à Paulo Branco pour sa polémique contre le film VOL SPECIAL de Fernand Melgar. Un membre du jury n'a pas à se prononcer sur des films non primés. Mais je trouve qu'il serait plus intelligent de comprendre pourquoi il s'est lancé dans la polémique. Comment se fait-il qu'un grand public majoritairement suisse est bouleversé par le film tandis qu'un spectateur étranger est choqué plus par le film que par la situation y décrite?
Août 2011

Cinéma suisse - Comment en sommes-nous arrivés là? par Jacob Berger, Lionel Baier, Jean-Stéphane Bron, Richard Dindo, Christian Frei, Markus Imhof, Alexandre Iordachescu, Kaspar Kasics, Peter Liechti, Rolf Lyssy, F.Christophe Marzal, Ursula Meier, Frédéric Mermoud, Fredi Murer, Patricia Plattner, Dominique de Rivaz, Samir, Georges Schwizgebel, Alain Tanner, Mathias Von Gunten, Nicolas Wadimoff, Stina Werenfels, Romed Wyder
Nous, cinéastes suisses, apprenons avec stupéfaction l’existence d’un projet au sein de la Section Cinéma qui viserait à instaurer un système de commissaires intendants. Ces derniers remplaceraient les commissions d’experts actuelles et auraient pour mission de piloter les projets du cinéma suisse du développement à la réalisation.
Avril 2010

Schweizer Film - Wie konnte es nur soweit kommen? von Jacob Berger, Lionel Baier, Jean-Stéphane Bron, Richard Dindo, Christian Frei, Markus Imhof, Alexandre Iordachescu, Kaspar Kasics, Peter Liechti, Rolf Lyssy, F.Christophe Marzal, Ursula Meier, Frédéric Mermoud, Fredi Murer, Patricia Plattner, Dominique de Rivaz, Samir, Georges Schwizgebel, Alain Tanner, Mathias Von Gunten, Nicolas Wadimoff, Stina Werenfels, Romed Wyder
Wir, die Schweizer Filmschaffenden, erfahren mit Verwunderung, dass es in der Sektion Film ein Projekt geben soll zur Schaffung eines Systems mit Intendanten-Kommissaren. Letztere sollen die heutigen Expertenausschüsse ersetzen und hätten die Aufgabe, Schweizer Filmprojekte zu steuern, von der Entwicklung bis zur Realisierung.
April 2010

Wir brauchen keine Staatskultur von Matthias Bürcher
Eine Arbeitsgruppe des BAK bereitet zur Zeit eine Reform der Filmförderungskonzepte für die Legislaturperiode 2011-2015 vor. Nicolas Bideau, Leiter der Sektion Film des BAK, hat an den Solothurner Filmtagen angekündet, dass in dieser Arbeitsgruppe sehr offen über alle Optionen diskutiert werden soll. In der Tat stellen die aktuellen Vorschläge, die zur Zeit den Verbänden vorgestellt werden und bald in Vernehmlassung gehen, einen eigentlichen Paradigmenwechsel dar: Das BAK wandelt sich vom Filmförderer zum leitenden Filmproduzenten.
April 2010

Nous n’avons pas besoin d’une culture d’Etat par Matthias Bürcher
Un groupe de travail de l’OFC prépare actuellement une réforme des régimes d’encouragement du cinéma pour la législature 2011-2015. Nicolas Bideau, chef de la Section du cinéma de l’OFC, a annoncé aux Journées de Soleure que toutes les options pourront être débattues ouvertement. En fait, les propositions soumises aux associations bientôt en consultation représentent un véritable changement de paradigme: le rôle d’encouragement de l’OFC se transforme en celui de supraproducteur.
Avril 2010

BAZ - Der grosse Kater
Regisseur Samir über die Probleme und Chancen des Schweizer Films
September 2009

Über die Generationenkluft hinweg von Marcy Goldberg
Vier Jahrzehnte sind vergangen, seit sich der Neue Schweizer Film von der Generation seiner Väter absetzte. Doch welcher Bezug besteht zu den jüngeren Generationen von heute?
September 2008

Rupture et filiation dans le cinéma suisse par Marcy Goldberg
Quarante ans ont passé depuis l'époque où le Nouveau cinéma suisse s'opposait à la génération de ses pères. Où en sont, aujourd’hui, ses rapports avec les générations qui ont suivi?

Beyond the Generation Gap von Marcy Goldberg
Four decades have passed since the Swiss New Wave positioned itself against the generation of its fathers. But how does it relate to younger generations today?

Kulturpolitik ist mehr als Kulturverwaltung von Kathy Riklin
Kulturpolitik braucht neben Visionen auch klare Strukturen auf Bundesebene - und eine autonome Pro Helvetia für die gesamte Kulturförderung.
5. Mai 2008

Organiser ou encourager la culture? par Jacques Neirynck
"L'importance de la culture dépasse de loin le simple divertissement ou l'émotion esthétique. Convenablement conçue, la culture peut servir à la cohésion nationale et à l'ouverture sur le monde. Elle peut anticiper et dénouer les conflits politiques qui proviennent de l'affrontement de pulsions émotionnelles antagonistes. Nous marchons aveuglément vers des crises majeures d'origine écologique: comment les surmonter sans un plaidoyer captivant pour la sobriété et la solidarité? Une représentation théâtrale peut emporter davantage de convictions qu'un long discours."
3 avril 2008

Ansprache anlässlich der Eröffnung der Ausstellung "Schweizerfilm" von Andres Brütsch
"Erfolg nicht das Resultat eines einzigen Jahres. Zweitens - ein solcher Erfolg ist wieder zu erreichen, wenn mehr Filme produziert werden - denn Vielfalt und Qualität bringen Erfolg. Erfolg zeigt sich nicht nur an der Kinokasse - Erfolg zeigt sich auch an den Festivals, Erfolg zeigt sich sehr oft erst im Nachhinein - denn Filme sind nicht nur kurzfristige Unterhaltung, sondern auch mittel- und langfristiges Gedächtnis eines Landes."
4. März 2008

Von UR-MUSIG bis HEIMATKLÄNGE. Ein kurzer Spaziergang durch die jüngere Schweizer Musikfilmgeschichte von Irene Genhart
"Mettler, Liechti, Schwietert haben in den letzten Jahren das Genre revolutioniert und arbeiten, obwohl sie sich als Dokumentaristen begreifen, so virtuos und frei wie Experimental- und Spielfilmregisseure. Ihre Filme sind Trips, auf Zelluloid (oder HDV) gebannte Reisen ins Land der bewegten Bilder und flüchtigen Klänge; Leinwandabenteuer, in denen mal in der Bewegung nach aussen, mal im Blick nach innen - nicht immer, aber doch oft - leise die Frage beziehungsweise Sehnsucht nach der Heimat mitschwingt. "
Juli 2007

Le documentaire suisse est le plus grand effort culturel dans ce pays par Richard Dindo
"Nous continuons à penser que le documentaire suisse est au moins équivalent au film de fiction, du point de vue de la qualité artistique, morale, intellectuelle et politique, et nous savons, ce que peu de gens ont réellement compris dans ce pays, que le documentaire suisse est un des meilleurs au monde, qu'il constitue sans aucun doute le plus grand effort collectif culturel dans ce pays, et qu'il a été pendant longtemps la colonne vertébrale, la gloire et l'honneur du cinéma suisse."
26 mars 2006

Aussenseiter, Oppositionelle und Querulanten im Schweizer Film von Felix Aeppli
Wohl bezeichnend: Die Geschichte des Schweizer Films kennt keinen einzigen richtigen Gangster. Kein gutes Klima also für Aussenseiter, um filmisch ins Bild zu gelangen oder gar von einer Randposition aus Sympathien des Publikums zu gewinnen. In der Epoche der Geistigen Landesverteidigung setzte sich thematisch der nationale Schulterschluss durch, und davon kam die einheimische Filmproduktion bis zum Ende des alten Schweizer Films Mitte der sechziger Jahre nicht mehr los. Danach, im Zeichen des Aufbruchs von 1968, bekamen Oppositionelle durchaus ihre Chance für einen Filmauftritt. Im folgenden Jahrzehnt wurde das Dokumentarfilmschaffen sogar als ganzes oppositionell. Doch in der jüngsten Vergangenheit feierte die Schrulligkeit, mit der Aussenseiter in den fünfziger Jahren gezeichnet worden waren, ein bedenkliches Comeback.
1992