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DVD5
PAL 4:3
Region 0
Sprachen: Español Français
Untertitel: Deutsch Français English
Tangos, el exilio de Gardel
F/Argentinia 1985 121'
Regie: Fernando Solanas
Drehbuch: Fernando Solanas
Kamera: Felix Monti
Ton: Anibal Libenson
Schnitt: Jacques Gaillard, Luis César d'Angiolillo
Musik: Astor Piazzola, José Luis Castiñeira de Dios, Fernando Solanas
Mit: Marie Laforêt, Miguel Angel Sola, Philippe Léotard, Georges Wilson, Marina Vlady
Stichworte
Tanz
Argentinien
Paris
Spielfilm
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Tangos, el exilio de Gardel
Fernando Solanas
In Paris probt eine Gruppe von exilierten Künstlerinnen und Künstlern aus Argentinien ein musikalisches Spektakel über den Tango. Juan uno, ein begnadeter Bandoneonspieler, erhält dabei von Juan dos, der in Buenos Aires geblieben ist und der Diktatur widersteht, das Buch mit der Geschichte des legendären Sängers Carlos Gardel. Fernando Solanas entwirft eine zauberhafte Tangedia, eine Mischung aus Tanz, Komödie und Tragödie zum Exil. Der Filmemacher Fernando Solanas gehört zu den Schlüsselfiguren im Kino. Der Argentinier hat die Filmgeschichte seines Kontinents geprägt und mit seinem frühen Filmmonument LA HORA DE LOS HORNOS ein epochales Werk gestaltet und seine Filmerkollegen zu Widerstandskraft ermutigt. TANGOS - EL EXILIO DE GARDEL ist ein Film der Sehnsucht, des Tanzes, des Tangos, der Liebe und des Heimwehs. Eine vom Militärputsch 1976 wie Solanas ins Pariser Exil vertriebene argentinische Tanzgruppe probt in diesem Spielfilm eine Tanguedia, eine Mischung aus Tragödie und Komödie auf Basis des Tangos, Solanas selber tritt als «Angel» (Engel) auf. Die Inszenierung kommt wegen verschiedenster Schwierigkeiten zu keinem Abschluss.
Musikalische Struktur und stilisierte Gestaltung ergeben einen ästhetisch eindrucksvollen Film, dessen Episoden durch hervorragende tänzerische und schauspielerische Leistungen und durch die betörende Tangomusik von Astor Piazzolla verklammert werden. TANGOS wurde von Fernando Solanas noch im Exil gedreht, in das er vor der Militärdiktatur in seiner Heimat fliehen musste. Er präsentierte den Film damals an der Mostra del Cinema in Venedig, wo er gefeiert wurde als eines der grossen Werke zum Thema Exil. Der Argentinier skizziert mit inszenatorischer Eleganz und dem wunderbaren Astor-Piazzolla-Score die emotionalen Widersprüche des Exils.
Der Tango ist omnipräsent, nicht nur auf der Tonspur - Piazzollas unvergängliche Bando-neonklänge beschwingen auch das Bild. Die Kamera bewegt sich, als würde sie zum Tango antreten, gleitet, hält inne und fest. Sie lässt uns spüren, wie sehr da die Kunst und das Leben zu einem verschmelzen und am Seineufer oder in den Jugendstildekors von Paris ein Stück argentinischer Heimat evozieren. Wie kann man mit zuhause in Berührung kommen, ohne da zu sein, ist eine der zentralen Fragen. Und eine unmissverständliche Antwort lautet: Über die Kultur, über das, was uns verbindet und zusammenschweisst, selbst über grosse Distanzen hinweg. Und so ist denn «Tangos» ein Augen- und ein Ohrenschmaus.
Fernando Solanas
2005 LA DIGNIDA DE LOS NADIES
2004 MEMORIA DEL SAQUEO
1998 LA NUBE
1992 EL VIAJE
1988 SUR
1985 TANGOS, EL EXILIO DE GARDEL
1980 LE REGARD DES AUTRS
1972 LES FILS DE FIERRO
1967 LA HORA DE LOS HORNOS



