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 Sennentuntschi (DVD)

Sennentuntschi (DVD)

Michael Steiner

Schweizer Alpen, 1973: Ein kleines Mädchen bemerkt als erste die fremde, verstörte Frau, die während einer Beerdigungsprozession wie aus dem Nichts in ihrem kleinen Bergdorf auftaucht und dessen prekäres Idyll ins Wanken bringt. Wer ist die schöne Stumme? Wer ist die Sennentuntschi? Die Geschichte führt uns tief in die Welt der abgeschiedenen Schweizer Berge, auf den Schauplatz einer Tragödie aus Lust, Wahnsinn und Mord. Die Menschen verlieren dabei weit mehr als ihren Glauben an das, was die Welt im Innersten zusammen hält. Denn wo fromme Raserei, Inzest und Dämonenglaube ihren teuflischen Reigen tanzen, hat jede Wahrheit einen doppelten Boden, jedes Ereignis seine schreckliche Spiegelung. Und selbst die Liebe kann für die Menschen zu einem Tor zur Hölle werden.

"Das ist ein Film, der nicht, wie so oft in der Schweiz, einen Eindruck davon vermittelt, was dem Filmemacher vorgeschwebt haben mag. SENNENTUNTSCHI ist der Film, den Steiner machen wollte. Oder, sollte er es eventuell doch nicht ganz sein, lässt er (der Film) sich auf jeden Fall nichts davon anmerken. Und Pascal Walders Kamera ist schlicht Weltklasse."
Michael Sennhauser Radio DRS

"Der ist erstaunlich gut, aber er ist nicht für alle. Denn Steiner drehte ein süffiges, vollmundiges und hin und wieder ins Trashige abgleitendes Gruselmärchen vor Alpenkulisse. Sex, Absinth, Gewalt und Religionskritik - solche schönen Sachen geben den Ton an. Steiner zeigt dabei einmal mehr, dass er primär ein Showman ist und von Subtilität wenig hält. Der Vorspann ähnelt zum Beispiel jenem von "Seven" begleitet von einem Soundtrack à la Danny Elfman. Und später plaziert er die Kamera stets im aufsehenerregendsten Winkel, holt aus Szenen das Maximum an Unterhaltungswerten heraus. (...) Letztendlich ist es aber das Gesamtpaket, das überzeugt. Eine aufdringliche, aber stets eindrückliche Optik. Ein lauter, aber immerzu energischer Soundtrack. Talentierte Schauspieler und eine schicke Ausstattung. Ein paar heftige Sexszenen mit frauenfeindlichem Unterton (bedingt durch das Thema des Films). Ebenso heftige Gewaltszenen mit überzeugenden Tricks. Und eine Story, die schön gfürchig und urchig die Sennentuntschi-Geschichte modernisiert, aber dennoch klassisch belässt."
molodezhnaja

"Mit SENNENTUNTSCHI verabschiedet sich Steiner freilich vom netten Lausbubenfilm und präsentiert stattdessen einen auf einer tatsächlich existierenden Sage beruhenden Mystery-Thriller. Ein in der Schweiz rares Genre, obwohl sich unheimliche Berg-Mythen geradezu dafür anbieten. Man erinnere sich an MARMORERA. Und die Parallelen zwischen den beiden Filmen sind unübersehbar: eine schöne Unbekannte, eine schaurige Sage und ein abgelegenes Bergdorf - alles da. Selbst die Gesichter der Dorfbewohner kommen einem bekannt vor. Wen wundert's, sind Hanspeter Müller, Ueli Jäggi und Peter Jecklin doch hier wie dort mit von der Partie. Die Hauptrollen gehören allerdings anderen. Primär der Französin Roxane Mesquida, die ihre stumme Rolle ausschliesslich mit Mienenspiel und Körpersprache interpretieren muss und dies auf beeindruckende Art und Weise tut. Ihr zur Seite stehen drei unterschiedliche Schweizer: Während dem Bündner Andrea Zogg der knorrige Alpsenn auf den Leib geschrieben scheint, ist es doch etwas überraschend, dass auch die Stadtbuben Carlos Leal und Joel Basman in ihren Rollen vollauf überzeugen. Der Österreicher Nicholas Ofczarek schliesslich spielt den naiven Dorfpolizisten mit einer bedächtigen Tapsigkeit, was ihn zwar nur beschränkt heldentauglich macht, aber der Rolle durchaus entspricht."
OutNow

"Michael Steiner wagt sich mit seinem Mystery-Thriller an ein Genre, das im einheimischen Kino schlicht keine Tradition hat. («Marmorera» war ein hilfloser Versuch, dieses Terrain zu erschliessen.) Dass der Regisseur und sein Kameramann Pascal Walder ihr «Sennentuntschi» zu einer atmosphärischen, bildstarken Schauermär ausmalen würden, das war ja nicht anders zu erwarten. Aber Steiners Breitwandkino lebt auch von den Schauspielern. Nicholas Ofczarek stapft als Polizist, der das Gute will, entschlossen in sein Verderben. Und auf der Alp, zwischen Andrea Zogg und Carlos Leal, zappelt ein fantastischer Joel Basman: Als Hirtenbub spukt er wie ein unerlöster Berggeist durch diesen Film.
Das schwächste Glied ist, ironischerweise, das Sennentuntschi selbst, in der Person der französischen Schauspielerin Roxane Mesquida. Die sagt im ganzen Film kein Wort, aber für eine stumme Rolle fehlt es ihr an körperlicher Intensität. Als mysteriöse Folie für die Fantasien der Männer geht sie durch, dank wallendem Haar und finster umwölktem Mädchenblick. Fürs Dämonische fehlen ihr die Abgründe.
Am Ende landen wir gewissermassen im Kabinett des Gunther von Hagens. Aber ansonsten vertraut dieses «Sennentuntschi» nicht auf die einschlägigen Schlüsselreize des Horrorkinos, sondern auf die Darsteller und die grob geschnitzten Dialoge, auf die ruppige Landschaft – und auf einen Plot, der so verflucht gut gebaut ist, wie man das von Schweizer Filmen schlicht nicht gewohnt ist. Heimtückisch zieht uns dieser Film in einen Strudel der Verdammnis, aus dem es kein Entrinnen gibt. Für uns schon, aber nicht für die Leute im Dorf."
Florian Keller, Tages Anzeiger

Michael Steiner

Geboren 1969 in Hergiswil. Studium der Ethnologie, Kunstgeschichte und Filmwissenschaft an der Universität Zürich. Journalist, Pressefotograf und Regisseur für Condor Film, Zürich. Diverse Auftragsfilme und Werbespots. 2006 Schweizer Filmpreis, Bester Spielfilm für MEIN NAME IST EUGEN.

2012 DAS MISSEN MASSAKER
2010 SENNENTUNTSCHI
2006 GROUNDING - DIE LETZTEN TAGE DER SWISSAIR
2005 MEIN NAME IST EUGEN
2002 SUITE 705
2001 SPITAL IN ANGST
2000 AUF HERZ UND NIEREN
1996 NACHT DER GAUKLER
1991 DIE SCHWEBENDEN HÄUSER

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Kommentare

Sehr geehrte Damen und Herren
Der oben beschriebene Film ist seit geraumer Zeit auf DVD erhältlich. Der aktuelle Preis beträgt um die 20 Fr.


Mit freundlichen Grüssen
Stichworte: Darsxchloch,DVD, Sennentunte,Sennentuntschi, Justin Bieber,
Haselnüttli 2011-05-30 Tweet

ach, der liebe steiner hat kein geld und der liebe bideau von BAK rettet ihn....andere regisseure zählen wohl nicht, lieber bideau???!
Stichworte: geld
gion 2009-06-14 Tweet

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Preis: 25.00 CHF
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PAL 16:9
Region 2
FSK: 16+

Sprachen: Schweizerdeutsch Deutsch
Untertitel: English

Sennentuntschi
CH 2010 90'
Regie: Michael Steiner
Drehbuch: Michael Steiner, Michael Sauter, Stephanie Japp
Kamera: Pascal Walder
Ton: Christophe Giovannoni
Art Director: Gerald Damovsky
Kostüme: Pascale Suter
Editor: Benjamin Fueter
Musik: Adrian Frutiger
Produktion: Kontraproduktion
Mit: Roxane Mesquida, Nicholas Ofczarek, Andrea Zogg, Carlos Leal, Ueli Jäggi, Joel Basman, Hanspeter Müller-Drossaart, Rebecca Indermaur, Peter Jecklin, Kaspar Weiss, Daniel Rohr, Paula Blaser, Herbert Leiser, Luciano Simioni, Mark Kuhn, Anne-Marie Sievi, Florian Nussbaumer, Stéphanie Berger, Birgit C. Krammer, Leonardo Nigro

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