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 Rico Weber

Preis: 30.00 CHF
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DVD5
PAL 4:3
Region DVD5

Sprachen: Deutsch Français
Untertitel: Deutsch Français

Rico Weber
CH 2006 59'
Regie: Stefan Hugentobler
Drehbuch: Stefan Hugentobler
Kamera: Stefan Hugentobler
Ton: Stefan Hugentobler
Schnitt: Stefan Hugentobler, Rico Weber
Musik: Stefan Hugentobler
Produktion: CIP Productions

Stichworte
Kunst
Skulptur
Biographie
Dokumentarfilm

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Rico Weber

Spurensuche im magischen Kabinett

Stefan Hugentobler

Der Künstler Rico Weber war zunächst bekannt als Assistent von Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle. Seit 1978 stellte er aber auch seine eigenen Werke aus und erntete mit seinen «Energiestilleben» viel Beachtung. Der Film zeigt Leben und Werk des bedeutenden Schweizer Künstlers. Entstanden ist dabei nicht nur ein berührendes Künstlerportrait, sondern auch ein aufschlussreiches Zeugnis der Blütezeit des «Nouveau Realisme». Neben eigens recherchierten Bildern,wartet der Film mit zahlreichen, bisher unveröffentlichten Filmdokumenten und Fotos der «Bande des Suisses» aus der Zeit zwischen 1970 und 2000 auf.

"Eine sensible Annäherung an einen bisher kaum bekannten Künstler und kunstgeschichtlich aufschlussreiche Einblicke in die Zeit des Nouveau Realisme»"
Bieler Tagblatt
" … ein enorm berührendes Künstlerprotrait, das gleichzeitig den Zeitgeist des Nouveau Réalisme wiedergibt"
Berner Zeitung

Rico Weber

Rico Weber beteiligte sich ab 1966 an der Realisierung wichtiger Werke von Tinguely / De Saint Phalle, mit "Hon" in Stockholm _ “Paradis Phantastique" in Paris, New York, Buffalo & Montreal, „Cyclop“ in Milly la Fôrret (F) ) als wichtigste Stationen. Ab1972 wirkte er mit Niki de Saint Phalle am "Golem" (ISR) und ab 1978 am Tarotgarten in Garavicchio, Toscana (I). Der Autodidakt Rico Weber begann seine künstlerische Karriere nach einer Lehre als Dekorateur und fand Ende der 70er Jahre zu seiner eigenen Ausdrucksform. Seine Leidenschaft galt vor allem fotorealistischen Arbeiten im Schnittbereich von Foto, Installation und Skulptur. Geprägt war sein Schaffen durch eine Intensive Auseinandersetzung mit den Themen Mythologie und Spiritualität. Rico Weber widersetzte sich zeitlebens dem Personenkult und blieb stets ein Aussenseiter der Kunstwelt.

Die Pforten des magischen Kabinetts

Seit dem Tod von Rico Weber, im Oktober 2004 visonierte Stefan Hugentobler mehrere dutzend Stunden Archivfilme aus Webers Fundus, drehte rund 30 Stunden neues Filmmaterial und bereiste, begleitet von seiner Kamera, die wichtigsten Stationen seines Schaffens in der Schweiz in Frankreich und Italien. Im Auftrag des MAHF dokumentierte Stefan Hugentobler kurz nach Webers Tod dessen Haus in St. Ursen (FR), sowie die darin befindlichen Kunstschätze mittels Video - eine Reise durch das magische Kabinett eines aussergewöhnlichen Künstlers und Weltenbummlers, der zeitlebens alles aufbewahrte, was ihm zwischen die Hände geriet. Ferner fand man in Webers Haus eine Kiste mit Videobändern des Künstlers. Diese enthielten Auto-Interviews, die von ihm rund ein halbes Jahr vor seinem Tod aufgezeichnet wurden. Es handelt sich um erschütternde Zeugnisse des Überlebenskampfs gegen seine Krebserkrankung. Ebenso äussert sich Rico Weber darin über seine künstlerischen Intentionen, die auf das subtile Spannungsfeld zwischen Realität und Illusion zielen.

Ein Reigen des „Nouveau Realisme“

Stefan Hugentobler, der neben seiner Tätigkeit als Dokumentarfilmer ebenso in der Malerei zuhause ist, konnte zahlreiche Freunde Webers und nahmhafte Persönlichkeiten der Kunstwelt zur Mitwirkung bewegen.

Die beiden Schweizer Bildhauer Oscar Wiggli und Bernhard Luginbühl treten in diesem Dokumentarfilm ebenso auf, wie Webers langjähriger Weggefährte und Assistent von Jean Tinguely, Seppi Imhof. Sie schildern Rico Weber als idealistischen Philanthropen und nimmer-müden Schaffer, der jedem Hilferuf ohne zu zögern folgte.

Webers langjähriger Freund René Progin amtete nach dem Hinschied vom Rico Weber als sein Nachlassverwalter. Er legt im Film ein beeindruckendes Zeugnis des Facettenreichtums von Webers Persönlichkeit ab und beschreibt dessen Emanzipationsprozess von Tinguely/De Saint Phalle als dornenvollen Weg.

Die Direktorin des MAHF Yvonne Lehnherr, die 2001 Webers wichtigste Ausstellung „Zahlen Magie“ im „Espace Jean Tinguely Niki de Saint Phalle“ kuratiert hat, sieht in Weber eine bedeutende Persönlichkeit des „Nouveau Realisme“ und hat mit dem Künstler hautnah bis zu seinem Tod zusammengearbeitet.

Gar „als Mitschöpfer der monumentalen, begehbaren Skulpturen von Niki de Saint Phalle“ sieht Margrit Hahnloser-Ingold Rico Weber. Die Freiburger Kunsthistorikerin gilt als grosse Kennerin und Förderin des „Schweizer Nouveau Realisme“.

Ebenso treten im Film mit Bloum Cardenas und Laurent Condominas, zwei Familienmitglieder De Saint Phalle’s auf. Bloum Cardenas, Enkelin von Niki de Saint Phalle, erlebte in ihrer Kindheit Rico Weber als ihren „Onkel“. Damals realisierte die „Bande des Suisses“ Jean Tinguely’s „Cyclop“ vor den Toren von Paris. Bis zu Webers Tod blieben die beiden durch eine tiefe Freundschaft und ihr gemeinsames Engagement für das Werk von Niki de Saint Phalle verbunden.

Maxe Sommer, angesehener Burgdorfer Galerist, hat seinerzeit mehrmals mit Rico Weber zusammen ausgestellt und lebte mit ihm eine tiefe, durch Humor und Sarkasmus gekennzeichnete Freundschaft.

Der Freiburger Galerist Jean-Jacques Hofstetter war ein Förderer von Webers ersten eigenständigen arbeiten und hat ihn in der Folge mehrere male ausgestellt.

Gérald Berger, Leiter des Freiburger Amts für Kultur, ist verantwortlich für den öffentlichen Ankauf mehrerer Werke von Weber. Darunter befindet sich auch das in der Schalterhalle des Freiburger Bahnhofs montierte Relief „Rotation“ von 1999.

Ein Kraftakt

RICO WEBER - SPURENSUCHE IM MAGISCHEN KABINETT ist eine „Low-Budget-„ und eigentliche „Ein-Mann-Produktion“. Stefan Hugentobler hat in eineinhalb Jahren intensiven Schaffens sämtliche Recherchen, Dreharbeiten, und den Schnitt persönlich gestaltet. Er hat sich ebenso an seine frühen Jahre als Exponent der Luzerner Musikszene erinnert und alle Musiksequenzen für den Film eigens am Computer generiert. Durch diese Personalunion gewinnt der Film an Authentizität und Dichte.

RICO WEBER - SPURENSUCHE IM MAGISCHEN KABINETT ist ein intensiver Film und eine Begegnung mit einem lange unterschätzten Künstler. Ohne je voyeuristisch zu werden, ist er eine berührende Dokumentation von Webers aussergewöhnlichem Schicksal - und seines beinahe heimlichen Sterbens.

Stefan Hugentobler

Geboren 1965 in Luzern. Seit 1983 autodidaktische Beschäftigung mit Malerei und Fotografie. Ab 1986 regelmässige Ausstellungstätigkeit in der Schweiz und Spanien. 2001-03 Videojournalist bei «Telebielingue». Seit 2004 Dokumentarfilmer bei CIP Productions. Seit 2005 Leiter von CIP Productions, Tramelan.

2008 UNE AUTRE JEUNESSE - L'ITINERAIRE DE VIRGILE ROSSEL
2007 WACHSEN UND DURCHDRINGEN - DIE BILDHAUERIN UND MALERIN GERTRUD GUYER WYRSCH
2006 RICO WEBER - SPURENSUCHE IM MAGISCHEN KABINETT
2005 E = MC2
2005 A16-TRANSJURANE - AUTOBAHNBAU
2003 AXEL OLIVERES-AIRE - PORTRAIT EINES KATALANISCHEN MALERS
2001 AUFBAU UND VERBRENNUNG DER SKULTPTUR BERTHOLD VON BERNHARD LUGINBÜHL

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EAN 7640139362179
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