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DVD5 2 DVD
PAL 16:9
Region 0
Sprachen: Français
Untertitel: -
Profils paysans
Regie: Raymond Depardon
Profils paysans: L'approche
F 2000 90'
Regie: Raymond Depardon
Kamera: Raymond Depardon
Ton: Claudine Nougaret
Schnitt: Roger Ikhlef
Profils paysans: Le quotidien
F 2004 85'
Regie: Raymond Depardon
Kamera: Raymond Depardon
Ton: Claudine Nougaret
Les années déclic
F 1983 70'
Regie: Raymond Depardon, Roger Ikhlef
Stichworte
Bauern
Frankreich
Dokumentarfilm
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Profils paysans
Raymond Depardon
Depardon geht auf eine lange filmische Reise, um die Veränderungen des bäuerlichen Lebens im Mittelgebirge zu beobachten.
Profils paysans: L'approche
PROFILS PAYSANS: L'APPROCHE. Eine lange Fahraufnahme auf eine
Strasse im Herbst. Das Blattwerk der Bäume ist gold- und purpurfarben.
Aus dem Off erklärt Raymond Depardons Stimme: «Es
handelt sich um kleine, unauffällige landwirtschaftliche Betriebe.
Die Bauern, ob Rentner, Ledige oder bescheidene Ehepaare,
werden allzu oft vergessen. Dieser Film ist der Betrachtungsweise,
unserer Betrachtungsweise, solcher Bauernhöfe und
ihren Bewohnern gewidmet. Wir werden mehrere Jahre zurükkverfolgen,
um die Entwicklung dieser Betriebe des Mittelgebirges
mitzuverfolgen. Die meisten Bauern leben und arbeiten
weiterhin auf ihrem eigenen Bauernhof, meistens bis ans ihr
Lebensende. Junge diplomierte Landwirte suchen Bauernhöfe,
die zu bewirtschaften sind. Es gibt aber nur wenige davon, die
in den Bergen leben wollen.»
Es ist alles klar, zumindest die vordergründige Absicht. Es bleibt
jedoch noch alles zu sehen. Zuerst richtet sich die Kamera auf
das Früstück – einem stummen Ritual gleich – von Louis Brès,
Raymond und Marcel Privat, Alain und Monique Rouvière, Bauern
aus der Lozère, dann auf jenes von Paul Argaud, Kleinbauer aus
der Haute-Loire. Geht es doch darum, in der Zeit zu verweilen,
Zeit zu nehmen. Unendlicher und seltener Luxus, der erlaubt,
das Mass eines Lebens von seinem Entstehen bis zu seinem
Vergehen zu erfassen. Zeit, die erlaubt, gegenseitiges Vertrauen
zu bilden: zwischen dem Filmer und seinen Darstellern, zwischen
dem Zuschauer und dieser schliesslich verkannten Welt. Die
Bilanz, die Zahlen kommen später. Natürlich sind die gesellschaftliche
und wirtschaftliche Situation gegeben, doch werden sie
anders betrachtet wie beispielsweise in der Einstellung, wo
sich Käufer und Verkäufer beim Kuhhandel leidenschaftlich auseinandersetzen.
Obwohl die Szene an die Einstellung in DELITS FLAGRANTS (Standkamera und schnittloses Filmen) erinnert, ähnelt
sie in ihrer Komik mit dem unvermeidlichen Wortschwall und den
wilden Gebärden an Pagnol, hebt aber die Position des Stärkeren
hervor, die bestimmt nicht jene des Bauern ist. Oder wenn es
um die Übergabe eines Betriebs an junge Landwirte geht, die
jahrein, jahraus verlassene Höfe und Ställe wieder bevölkern.
Man spürt auch die Armut, die über den Familien lauert und die
eine oder andere bereits gepackt hat. Und schliesslich den wartenden
Tod. Aber hier liegt alles in der gebotenen Annhäherung,
der Zeit, die sich der Filmer genommen hat: in der eroberten
Stille, in der Beschaulichkeit der Gesichter und Landschaften.
Da ist Schönheit, aber auch Unglück und Einsamkeit wie bei
Louis Brès. Obwohl Monique da ist, um ihn zu begleiten, ihn zu
besuchen und ihm zu helfen, genügt das nicht. Mit 85 hat er
ein Auge verloren, seine Herde verkauft, und wir spüren, dass
er das Spital, wo er wegen einer Erkältung eingeliefert, nicht
mehr verlassen wird. Der Film endet mit seinem Begräbnis,
einem überraschenden Geschehnis, weil er gemäss einer protestantischen
Tradition auf seinem Land nahe seiner Familie
und seines Heims beerdigt wird. Eine Generation verschwindet,
zaghaft folgt eine neue. Ein Kind kommt zur Welt. Und Gott allein
weiss, ob es hier bleiben wird.
So nimmt sich die Kamera von Raymond Depardon Zeit, den
Herbst und Winter dieser Landschaft zu erfassen, aber auch die
Bedingungen für ein neues Leben. Lächeln und Trauer liegen
nahe beieinander wie in den Panoramaschwenks von AFRIQUES: COMMENT ÇA VA AVEC LA DOULEUR? In diesem ersten Teil von
PROFILS PAYSANS – es sind zwei weitere geplant –
wo der Filmer seine Darsteller vorstellt, eine Intrige knüpft, ein
Drama erfasst, setzt er vor allem einen Rhythmus mit weiträumiger
Atmung und lässt uns am Leben anderer teilhaben. Es ist
dies die Kunst des Geschichtenerzählens mit dem geschickten
Einsatz von bewegten und stillen Momenten, der die Realität und
die sie streifende Fiktion zugrunde liegen. Auf diese Weise gelingt
es Depardon, das Tempo der Information zu drosseln, welche die
Aktualität bewegt und er erlaubt uns, offenherzige oder verschlossene,
aber immer einzigartige Menschen kennen zu lernen.
Visions du Réel Nyon
Raymond Depardon
2004 PROFILS PAYSANS: LE QUOTIDIEN
2000 PROFILS PAYSANS: L'APPROCHE
1998 PARIS
1996 MURIEL LEFERLE
1996 AFRIQUES: COMMENT ÇA VA AVEC LA DOULEUR
1994 DELITS FLAGRANTS
1992 CARTHAGENA
1992 CONTACT "RAYMOND DEPARDON"
1990 LA CAPTIVE DU DESERT
1987 URGENCES
1986 NEW YORK, N.Y.
1985 EMPTY QUARTER, UNE FEMME EN AFRIQUE
1984 LES ANNEES DECLIC
1983 FAITS DIVERS
1981 REPORTERS
1980 10 MINUTES DE SILENCE POUR JOHN LENNON
1980 SAN CLEMENTE
1977 NUMERO ZERO
1975 1974 UNE PARTIE DE CAMPAGNE
1974 50.81%
1960 IAN PALLACH

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