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Il nuovo sud dell'Italia
CH/I 2010 74'
Regie: Pino Esposito
Drehbuch: Pino Esposito
Kamera: Pino Esposito, Antonio Murgeri, Piervincenzo Canale, Arturo Lavorato
Ton: Thomas Geser, Antonio De Benedetto
Schnitt: Eliane Binggeli, Pino Espositio
Musik: Regula Bachmann
Produktion: OS_FILM

Stichworte
Migration
Europa
Italien

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Il nuovo sud dell'Italia

Pino Esposito

Eine filmische Reflexion über ein sich veränderndes Süditalien, das von einem Ort der Emigration zu einem Ort der Immigration wird. Es geht um das neue Szenario von Migranten, die aus Afrika, Rumänien oder der Ukraine nach Italien kommen. Aufgrund von Ablehnung und xenophoben Gesetzen der Lega Nord ziehen im heutigen Italien zudem mehr und mehr Migranten in den Süden. In einen Süden, dem es selber an Infrastruktur und Ressourcen fehlt, um diese vielen suchenden Personen gut aufzunehmen. So teilt man das Wenige, das man hat, inmitten von viel Gewalt und Ausbeutung.

"Esposito hat einen klugen Film gedreht. Er hat nicht eine These mit Aussagen ausgestattet. Der Film bleibt widersprüchlich: Ob man sich als Ausländer beklagt oder nicht, spielt keine Rolle. Es gibt keine Schuldigen...Espositos Film ist still und laut, verzweifelt und fröhlich, wütend und versöhnlich...Der Film geht uns mehr an, als wir wahrhaben können."
WOZ Wochenzeitung

"Epositos Film informiert und rüttelt auf. Er konfrontiert uns mit einer Wirklichkeit, bei dem einem der Appetit auf Südfrüchte genauso vergeht wie ein Urlaub im «Land der deutschen Sehnsucht». Migranten werden sehr gezielt auf die unterste soziale Stufe abgeschoben - sie sollen so arbeiten und sie sollen auch keine Rechte haben. An ihrer Arbeit verdienen andere. «Wir respektieren Italien, deswegen sind wir hier», meint ein Tagelöhner. «Aber sie behandeln uns wie Tiere. Das ist nicht gerecht.» Der Film zeigt immer wieder wilde Hunde, die sich irgendwie durchs Leben schlagen. Zu Ausschreitungen kam es dann im Januar 2010, als in Rosarno es den Arbeitern zu viel wurde. Letzten Endes mussten die Tagelöhner den Ort verlassen. Jetzt arbeiten sie irgendwo in Italien. Antonio zeigt in einer Mappe weitere Bilder seiner sozialen Fotografie. Eines zeigt Migranten unter einem Garibaldi-Denkmal. Dieser Garibaldi einte einst Italien. Antonio zeigt mit seiner Hand auf die vielen Migranten am Fuss des Denkmals. «Das sind die neuen Italiener», so der Fotograf. Es wird Zeit, dass Italien dies anerkennt."
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