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Preis: 48.00 CHF
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DVD-R Kopie
PAL 4:3
Region 0
Sprachen: Schweizerdeutsch
Untertitel: -
Morgarten findet statt
CH 1978 94'
Regie: Erich Langjahr, Beni Müller
Drehbuch: Erich Langjahr, Beni Müller
Kamera: Johann Gfeller, Erich Langjahr, Werner Meier, Otmar Schmid
Ton: Roger Bonnot, Hanspeter Fischer, Justice Olsson, André Pinkus, Rainer Stahel
Schnitt: Erich Langjahr, Erich Langjahr
Produktion: Langjahr
Stichworte
Geschichte
Politik
Dokumentarfilm
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Morgarten findet statt
Erich Langjahr, Beni Müller
Ein Film über eine Innerschweizer Festwelt. Im Film erlebt der Zuschauer, wie Morgarten – ein Symbol der Freiheit – heute gefeiert und verstanden wird.
"Ein volkskundlicher Film über eine Innerschweizer Schlachtfeier – wen interessiert das schon? Man denkt an Folklore im Heimatstil oder an die alljährlich wiederkehrenden, nichtssagenden Fernsehreportagen über die Basler Fasnacht oder das Zürcher Sechseläuten. Die Morgarten-Schlachtfeier unterscheidet sich doch kaum von anderen derartigen Anlässen in Sempach oder Näfels: Umzüge, Gedenkfeiern, Festreden, Schiessen, Essen, Trinken und Sprücheklopfen in den Beizen. Was soll's? In der Innerschweiz, dieser filmisch noch fast "unberührten" Provinz, gäbe es doch aktuellere, brennendere Filmthemen aus dem sozialen, wirtschaftlichen, politischen und selbst kulturellen Bereich.,
Mit solchen Erwartungen und Vorurteilen wird man Erich Langjahrs und Beni Müllers MORGARTEN FINDET STATT nicht gerecht – oder anders herum: Man kann sich durch ihren Film eines besseren belehren lassen. Denn die beiden Filmemacher haben nicht bloss eine aus bunten Impressionen zusammengewürfelte Reportage über die Morgarten-Schlachtfeier hergestellt, sondern sie haben in minutiöser Aufnahme- und Montagearbeit gleichsam eine Anatomie dieses Anlasses aufgezeichnet, durch die seine vielschichtigen Geschehnisse und Motive klar zu Tage treten. Der Film informiert sozusagen total über einen patriotischen Gedenktag, schildert seinen Ablauf, leuchtet in seine Strukturen hinein und stellt vielfältige Bezüge zur Vergangenheit und zur Innerschweizer Gegenwart her. Den beiden Autoren ist dabei das Kunststück gelungen, einen Bericht herzustellen, in dem sich die Beteiligten unverfälscht wiedererkennen können (es wird keine Proteste der Bevölkerung geben wie beim Fernsehbericht über das Lenzburger-Fest) und der trotzdem allerhand Ansatzpunkte für eine kritische Auseinandersetzung mit der dargestellten Thematik aufweist."
Franz Ulrich, Zoom
"Das entscheidend Qualitative dieses in einem zeitgemässen Sinn volkskundlichen Films besteht darin, dass Langjahr und Müller ein vielfältiges, in der Detailfülle der Beobachtungen geradezu strotzendes Material durch eine vielschichtige, manchmal raffinierte Montage so geordnet haben, dass nicht einfach ein collagehaftes Mosaik dabei herauskam – was kaum Interesse wecken würde, sondern ein Gesamtbild, dessen stets nachvollziehbare Einzelheiten in einem reichen Beziehungssystem zueinander sich befinden.
Mit vier Kameras hat das Team inmitten der Schützen und der Teilnehmer an der Schlachtfeier gearbeitet. Die Kameras waren keine Eindringlinge; das merkt man an den Bildern, spürt man an den verschiedensten Szenen des Festes. Die Männer (und Frauen) fühlen sich nicht unstatthaft beobachtet, und sie wurden in keinem Augenblick zur Schaustellerei verführt oder gezwungen. So viel Unauffälligkeit der Kameraarbeit hat es in einem schweizerischen Dokumentarfilm schon lange nicht mehr gegeben. Hier sind die Schützen und die Feiernden tatsächlich sie selbst; es war also auch nicht nötig, sie zum Sprechen zu bringen. Der Film kommt, weil die 'Leute, die da von nahe zu sehen sind, sie selbst sind, ohne jene gegenwärtig sonst so unermüdlich gepflegte und oft entstellende sogenannte Selbstdarstellung in Form von Interviews aus: Und. er kann gerade darum auf einen Kommentar verzichten.
Die Kamera war und ist für Langjahr ein Instrument, mit dem er etwas mehr von Menschen erfahren kann, als er bisher von ihnen gewusst hat. Diese Bescheidenheit, diese Haltung auch der Geduld, der allmählichen Annäherung belegt bei Langjahr jene Stelle, an der, bei anderen Dokumentarfilmern von heute die Ideologie sich eingenistet hat. Diese bietet jeweils den bequemen, aber verzerrenden Raster, mit welchem alles (angeblich) erklärt werden kann.
Langjahr und Müller sind gegenüber der Schlachtfeier und dem vaterländischen Schiessfest gewiss nicht unkritisch. Aber sie legen diese Kritik für den Zuschauer nicht von vornherein fest, sondern lassen für sie den Raum offen, und zwar gleichsam zwischen den «Fugen» der Montage. So ergeben sich die Möglichkeiten, dass wohl die Schützen im Film sich unangetastet wiedererkennen können, während anderen vielfältige kritische Ausdeutungen in politischer, sozialer oder historischer Hinsicht geöffnet werden. was aber könnte für eine lebendige Schweiz wichtiger sein, als dann und wann sich auch zu fragen, was an einer solchen Feier noch echt und unverstört ist, was bloss Ritual und fragwürdig geworden ist. Hierfür haben Erich Langjahr und Beni Müller Anstösse gegeben.
Martin Schlappner, Neue Zürcher Zeitung
Erich Langjahr
Geboren 1944 in Zug. Seit 1971 selbständiger Filmschaffender. 1994 Gründung der Langjahr Film GmbH zusammen mit Silvia Haselbeck (Produktion von Kino-Dokumentarfilmen, Verleih der eigenen Produktionen sowie Filme von Walter Marti und Reni Mertens, Isa Hesse und andere).
2009 GEBURT
2006 DAS ERBE DER BERGLER - ALPINE SAGA
2002 HIRTENREISE INS DRITTE JAHRTAUSEND
1998 BAUERNKRIEG
1996 SENNEN-BALLADE
1992 UNTER DEM BODEN
1990 MÄNNER IM RING
1986 EX VOTO
1978 MORGARTEN FINDET STATT
Beni Müller
News
- MORGARTEN FINDET STATT von Erich Langjahr 2007-07-13
Internet
Kommentare
Homepage Beni Müller: beni.ch
Stichworte: Beni Müller
Beni Müller 2008-06-03 Tweet
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