artfilm.ch
artfilm.net
Preis: 40.00 CHF
An Lager
DVD5
PAL 4:3
Region 0
Tibetische Erinnerungen
A 1988 26'
Regie: Manfred Neuwirth
Manga Train
A 1998 45'
Regie: Manfred Neuwirth
Magic Hour
A 1999 44'
Regie: Manfred Neuwirth
Kamera: Manfred Neuwirth
Ton: Dietmar Schipeck
Schnitt: Manfred Neuwirth
Stichworte
Experimentalfilm
Österreich
Dokumentarfilm
Stichworte vorschlagen
[ma] trilogy
Nuewirth, Manfred
... ein außerordentlich schönes, sinnliches Beispiel für die sanfte Verschmelzung von Dokumentarischem und Inszeniertem; melancholische Serien knapper, genau selektierter Reiseerinnerungen, in Zeitlupe gesetzt und dem Alltag damit entfremdet. Neuwirth dringt gewissermaßen in die Tiefe der Bilder, indem er sie zugleich durchdringend und zärtlich anschaut.
Magic Hour
wirth
seine Kamera im dritten Teil seiner Trilogie auf heimatlichere
Gefilde: Niederösterreich, wo er aufwuchs und noch
heute lebt. Der Blickwinkel ist derselbe: eine Analyse von
Details aus dem Alltagsleben, angefangen von einer Bierflasche
auf einem Tisch bis hin zu gemächlich vorbeiziehenden Wolken.
Das Ziel: Alltägliche Dinge, die man aus Gewohnheit gar nicht
mehr richtig wahrnimmt, werden aus einer neuen Perspektive
gezeigt. Ein durch einen Maschendrahtzaun gefilmtes Fussballspiel
scheint plötzlich geheimnisvoll. Und die Falten eines Akkordeons
in der Detailaufnahme nehmen fast abstrakte Proportionen
an.
Wie die anderen Filme der Trilogie, so besteht auch MAGIC HOUR
aus mehreren gleichlangen Einstellungen. Sie sind fünffach verlangsamt
und durch Abblendungen voneinander getrennt.
Surround-Sound wird oft als Kontrapunkt zu den Bildern eingesetzt.
Neuwirth kombiniert die Präzision des minimalistischen
Experimentalfilms mit der Poesie eines Videotagebuchs. In der
Zeitlupe zeigen kleine Gesten ein Pathos, den wir bei Normalgeschwindigkeit
nicht bemerken würden. Den Filmemacher faszinieren
zeitlich begrenzte Phänomene: Feuerwerke, aufblitzende
Lichter, das Geräusch tropfenden Wassers, das Radio vorbeifahrender
Autos. In der Filmkunst bezieht sich der Ausdruck
«magic hour» auf die besonderen Lichtverhältnisse kurz vor
Sonnenuntergang. Ein kurzzeitiges Zusammentreffen von zwei
Elementen aus der Physik: Zeit und Optik. Dieses Aufeinandertreffen
wird in magic hour immer wieder ausgelotet – wie die
Kirchenglocken, die im Off läuten, während die Kamera dem
Muster von Pflastersteinen folgt.
Visions du Réel Nyon 2000
News
- [MA] TRILOGY von Manfred Neuwirth 2008-09-26

Bestellen