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 Matchmaker

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DVD5
PAL 16:9
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Matchmaker
CH 2005 70'
Regie: Gabrielle Antosiewicz
Drehbuch: Gabrielle Antosiewicz, Tamar Lewinsky
Kamera: Michael Spindler
Ton: Reto Stamm
Schnitt: Yves Scagliola
Musik: Domenico Ferrari

Siehe auch:
Dis-moi oui... en japonais
Banshun
Aus Galizien in den Aargau. Wege eines jüdischen Europäers im 20. Jahrhundert

Stichworte
Identität
Gesellschaft
Juden
Familie
Heirat
Dokumentarfilm

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Matchmaker

Auf der Suche nach dem koscheren Mann

Gabrielle Antosiewicz

Jüdin sucht Jude, Heirat erwünscht: Im Selbstversuch macht sich die dreißigjährige jüdische Regisseurin daran, in Zürich einen Partner zu finden. Auswahl hat sie nur gerade ein paar Dutzend. Um die Sache noch schwieriger zu machen, lädt sie die Kandidaten ein, mit ihr ein traditionelles Sabbat-Brot zu backen. Und während der Ofen läuft, gibt man uns in drei Familienportraits beeindruckend offene Einblicke in das jüdische Liebesleben, von Internet-Verkupplungsseiten über koschere Liebesgeschichten bis zum Geheimnis unter der Frauenperücke. Und am Ende liegen sechs gebackene Brote auf dem Küchentisch.

"Mit Witz, Mut und Charme erzählt Gabrielle Antosiewicz in ihrem dritten Dokumentarfilm von der Suche nach dem geeigneten Mann und von der Auseinandersetzung damit, inwiefern Religionszugehörigkeit entscheidend ist für die Partnerwahl und den Erfolg einer Ehe. Zwar bieten die auf VHS gedrehten Talking-Head-Sequenzen formal nichts Neues, sie werden aber durch überraschend persönliche Einblicke in jüdische Liebes- und Lebensgeschichten in der Schweiz sowie eine geschickte Montage allemal wettgemacht. So kommentiert Corinne Amiache, eine orthodox lebende Jüdin, beim Frühlingsputz, ihr Ehemann und die Kinder dürften ruhig auch mithelfen, sonst seien vom Publikum wieder Leserbriefe zu erwarten, weshalb bei den Juden eigentlich immer die Frauen putzen müssten."
Laura Daniel in CINEMA

Zwischen den verschiedenen Dates stellt uns Antosiewicz verschiedene jüdische Familien, verschiedene Lebensentwürfe vor – von säkular bis orthodox. Wir merken: Die Suche nach dem koscheren (oder auch weniger koscheren) Mann ist wohl eher ein – allerdings durchaus legitimer – Vorwand, um (vor allem) dem nichtjüdischen Publikum das Judentum und seine Spielarten in der Schweiz näher zu bringen. Dass Antosiewicz am Ende des Films zum Schluss kommt, dass ihr die Religion ihres Zukünftigen doch nicht so wichtig ist, verwundert dabei kaum. Trotzdem ist ihr ein Film gelungen, der gerade auch der orthodoxen Seite viel Platz einräumt, ohne sie durch die säkulare Brille zu verzerren.
Niklaus Schäfer in basel.org

Erstaunlich offen reden die Porträtierten über ihre Befindlichkeit und ihren Umgang mit der religiösen Tradition. Dabei wird das gesamte Spektrum von der orthodoxen bis zur modern-liberalen Lebenshaltung gezeigt. Erfrischend wirkt die Ironie der Regisseurin, die ihre Schwierigkeiten als jüdische Frau auf dem begrenzten Heiratsmarkt thematisiert. Dabei deckt sie ihr eigenes Verhältnis zur Tradition als "Dreitagesjüdin" auf, die lediglich bei drei grossen Festen im Jahr mitfeiert und sonst ihren Alltag nach eigenen Vorstellungen gestaltet. Dass dabei die Liaison zum koscheren Mann nicht ganz einfach und die Hauptdarstellerin die Flucht in Turnschuhen ergreift, lässt sich nun sehr gut nachvollziehen.
Charles Martig, medientipp

Gabrielle Antosiewicz

Geboren 1974 in Zürich. 1996-99 Hochschule für Soziale Arbeit, Zürich.

2005 MATCHMAKER - AUF DER SUCHE NACH DEM KOSCHEREN MANN
2004 BEYOND BEAUTY
2001 VILLA CHRISTOPH

Internet

EAN 7640120990398
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