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Markus Imhoof Collection

Markus Imhoof

Eine Sammlung der vier wichtigsten Filme von Markus Imhoof mit ausführlichen Interviews mit dem Regisseur.

DAS BOOT IST VOLL
Oscar Nomination 1981
Berlinale Silberner Bär 1981

Einer zufällig zusammengewürfelten Gruppe von Flüchtlingen ist während des letzten Krieges der heimliche Grenzübertritt in die Schweiz gelungen. Sie alle können nicht wissen, dass diese Zuflucht trügerisch ist, dass Flüchtlinge «nur aus Rassengründen» kein Anrecht auf Asyl haben und dass seit einiger Zeit die Grenzen für Fremde verschlossen sind. Halbherzig von Schweizern aufgenommen und halb wieder verraten, sind die Flüchtlinge sogar bereit, sich selber preiszugeben um sich zu retten. Sie formieren sich zu einer grotesken Familie, um so die Voraussetzungen zu erfüllen, unter denen die fremdenpolizeilichen Vorschriften noch Ausnahmen gestatten. Das Verstellspiel gelingt nur eine trügerische Weile, dann wird die Heimat wieder hergestellt, die Heimatlosen bezahlen sie mit ihrem Leben. Zur Zeit der Handlung bin ich ein Jahr alt gewesen. In der Schule habe ich nie etwas davon gehört – oder das Gegenteil. «Es ist davon auszugehen, dass die Schweiz während des Zweiten Weltkrieges über 20'000 Flüchtlinge an der Grenze abgewiesen oder aus dem Land geschafft hat. Zwischen 1938 und November 1944 wurden zudem um die 14'500 Einreisegesuche abgelehnt, die Schutzsuchende bei den Schweizer Vertretungen im Ausland stellten.» (Bergierbericht 2002)

Sprachen: Schweizerdeutsch, Deutsch, Italienisch, Englisch.
Untertitel: Französisch und Englisch.

Sinnliche Bilder, die anrühren, unter die Haut gehen; Figuren, die dem Schweizer Alltag entnommen sind; Gefühle, die man auf Anhieb versteht; eine Sprache, die vertraut klingt. Imhoof gelingt Atmosphäre, Glaubwürdigkeit, Spannung, Momente von Beklemmung, Schmerz und Trauer.
Neue Zürcher Zeitung

FLAMMEN IM PARADIES

Frühling 1912. Georgette, unglücklich verheiratet, befindet sich auf ihrer Hochzeitsreise auf einem Dampfer. Dort trifft sie Esther, eine Missionarsbraut, die sich weigert, in Indien vom Schiff zu steigen, um den ihr unbekannten Missionar zu heiraten. Kurzentschlossen tauscht Georgette mit Esther die Kleider und verlässt das Schiff. Das verheissungsvolle Abenteuer wächst Georgette jedoch schnell über den Kopf, sie ist aber bereits zu weit gegangen, um die Wahrheit zu erzählen. Mit dem Missionar, den sie heiraten soll, kann sie zunächst nichts anfangen, doch regen sich allmählich zarte Gefühle. Da taucht Braun, der eigentliche Ehemann, mit Esther auf und will Georgette zurückholen. Das Drama nimmt seinen Lauf…

Sprachen: Schweizerdeutsch, Deutsch, Französisch, Italienisch
Untertitel: Englisch.

DER BERG

Auf einem einsamen Gipfel des Berges ist ein Wetterbeobachter stationiert, der täglich seine Messungen ins Tal telegraphiert, von wo sie nach Rom, Paris, Berlin und Wien weitergeleitet werden. Während des langen Winters ist er abgeschnitten vom Rest der Welt. Nach einem tragischen Unfall will man die einsame Station erstmals mit einem Ehepaar besetzen. Joseph Manser, ein Arbeitsloser, heiratet über Nacht die schwangere Lena und ergattert so den Posten. Gregor Kreuzpointner, ein ehemaliger k.u.k. Offizier, mit Fronterfahrung in den Dolomiten, fühlt sich durch Manser betrogen. Mit der Wintererstbesteigung des Berges will er der Welt beweisen, dass der Posten von Rechts wegen ihm zusteht. Er erobert den Gipfel. In der Enge der himmelsnahen Wetterstation beginnt zwischen den Männern und der Frau ein Kampf auf Leben und Tod...

Sprachen: Schweizerdeutsch, Deutsch, Französisch
Untertitel: Italienisch und Englisch.

DIE REISE

Der Film basiert auf dem autobiographischen Roman DIE REISE von Bernward Vesper, dem Sohn eines berühmten Nazi-Dichters und Lebensgefährte der Terroristin Gudrun Ensslin. Das Buch ist «Der Nachlass einer ganzen Generation» genannt worden, denn dieses Einzelschicksal steht stellvertretend und zur Kenntlichkeit vergrössert für das, was im Kern die ganze sogenannte 68er Generation geprägt hat: Die im Krieg Geborenen lernen zur Zeit des Neuanfangs zu denken, aber statt sich an einem Vaterideal orientieren zu können, haben sie sich mit der Schuld der Väter auseinanderzusetzen. Daraus resultieren die zornigen moralischen Forderungen der Söhne, die – nach den heissen Jahren der Studentenrevolte – in Resignation oder im blinden Hass des Terrorismus enden. Der Film erzählt zwei Kindergeschichten: Die eine, als Rahmenhandlung, erzählt die Flucht eines jungen Vaters mit seinem fünfjährigen Sohn aus dem Terrorismus heraus. Die zweite ist die Kindheits- und Entwicklungsgeschichte dieses Vaters, der aus Opposition zu seinem Nazi-Vater in die Terroristenszene gerät.

Sprachen: Deutsch, Italienisch
Untertitel: Französisch und Englisch.

Markus Imhoof

Geboren 1941 in Winterthur. Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Geschichte in Zürich. Assistenz bei Leopold Lindtberg am Schauspielhaus Zürich. Filmschule an der Kunstgewerbeschule Zürich unter anderem bei Kurt Früh. Gastdozent an den Filmschulen Berlin, Mailand und Zürich. Opern- und Schauspielinszenierungen in Deutschland, Oesterreich, Italien und der Schweiz. Seit 1969 unabhängiger Regisseur.

2012 MORE THAN HONEY
1997 FLAMMEN IM PARADIES
1990 DER BERG
1990 DIE REISE
1982 VIA SCARLATTI 20
1990 DAS BOOT IST VOLL
1979 ISEWIXER
1977 DEGEL
1977 TAUWETTER
1974 FLUCHTGEFAHR
1972 VOLKSMUND (ODER MAN IST, WAS MAN ISST)
1969 ORMENIS 199+69
1967 HAPPY BIRTHDAY/ HAPPY BIRTHDAY

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 Markus Imhoof Collection

Preis: 77.00 CHF
Vergriffen
Informieren Sie mich, wenn die DVD erhältlich ist

DVD5
PAL 16:9
Region 2

Sprachen: Schweizerdeutsch Deutsch English Italiano (see films)
Untertitel: English Français Italiano (see films)

Markus Imhoof Collection

Das Boot ist voll
CH 1981 100'
Regie: Markus Imhoof
Drehbuch: Markus Imhoof
Kamera: Hans Liechti
Ton: Vladimir Vizner
Schnitt: Helena Gerber
Mit: Tina Engel, Curt Bois, Renate Steiger, Mathias Gnädinger, Michael Gempart, David Gerd, Hans Diel, Martin Walz, Ilse Bahrs

Flammen im Paradies
CH 1997 103'
Regie: Markus Imhoof
Drehbuch: Markus Imhoof, Judith Kennel
Kamera: Lukas Strebel
Ton: Erich Vaucher
Schnitt: Jacques Comets
Musik: Bruno Coulais
Mit: Elodie Bouchez, Laurent Grévill, Bruno Todeschini, Swetlana Schönfeld, Heinz Bühlmann, Geeta Naïr, Sylvie Testud

Der Berg
CH 1990 98'
Regie: Markus Imhoof
Drehbuch: Thomas Hürlimann
Kamera: Lukas Strebel
Musik: Nicola Piovani
Mit: Susanne Lothar, Mathias Gnädinger, Peter Simonischek

Die Reise
CH 1986 106'
Regie: Markus Imhoof
Drehbuch: Bernward Vesper
Kamera: Hans Liechti
Mit: Markus Boysen, Will Quadflieg, Corinna Kirchhoff, Claude-Olivier Rudolph

Stichworte
Neuer Schweizer Film
Flucht
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