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Visions du Réel

 Ma famille africaine

Preis: 35.00 CHF
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DVD5
PAL 16:9
Region 0

Sprachen: Schweizerdeutsch Français
Untertitel: Deutsch English

Ma famille africaine
CH 2004 80'
Regie: Thomas Thümena
Drehbuch: Thomas Thümena
Kamera: Otmar Schmid, Thomas Thümena
Ton: Luc Yersin
Schnitt: Myriam Flury
Musik: Roli Widmer
Produktion: Hugofilm

Stichworte
Identität
Welt
Familie
Afrika
Elfenbeinküste
Heirat
Dokumentarfilm

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Ma famille africaine

Thomas Thümena

Die tragisch-komische Liebesgeschichte einer Mischehe, in der Geld, ein Putsch und tote Affen den Alltag aufwirbeln. Thomas ist ein etwas pedantischer Zürcher Filmemacher, Léa eine stolze und unabhängige afrikanische Frau. Zusammen bilden sie ein explosives Paar. Sie hat Heimweh, er denkt an die Miete. Sie klagt über ihre Schwierigkeiten, sich zu integrieren, er stöhnt über Affenfleisch, das er in seinem Koffer nach Hause bringen musste. Eine Tragikomödie, die sich ständig zwischen Lachen und Weinen bewegt, getragen von der Entschlossenheit der beiden, trotz – oder dank – aller Unterschiede ein Paar zu bleiben.

"MA FAMILLE AFRICAINE ist - das macht schon der Titel klar - ohne Frage ein Homemovie, erzählt aus der Perspektive eines weissen Deutschschweizers: Gefilmt wird mit einer so handlichen wie wackeligen DV-Kamera, und immer wieder gibt es Sequenzen, wie sie jede Familie produzieren könnte: Geburt des Kindes, erste Bilder vom Neugeborenen, schliesslich das Leben zuhause. Nur dass Thümena nicht abblendet, wenn die idyllischen Momente vorbei sind, ganz im Gegenteil, er will genau die Differenzen, die Reibungsflächen zwischen den Kulturen abbilden. Und was als locker-flockige Komödie beginnt (schon die Titel des Films laufen über eine Ethnopop-Tonspur), steht stets auf der Kippe zur Tragödie, denn bald liegen die unterschiedlichen Lebensentwürfe bloss: Auf der einen Seite die nicht reiche, aber doch wohlhabende Zürcher Familie, in der jeder zuerst für sich selbst schaut, auf der anderen die Grossfamilie in Abidjan, in der jeder und jede jedem und jeder unter die Arme greift. Von der Schweizer Verwandtschaft erhofft man sich zuallererst Geld: egal ob Medizin bezahlt werden muss, ob ein Minivan für die Flucht nach Ghana bereitgestellt werden oder ein Grundstück gekauft und ein Haus gebaut werden soll. Dazwischen steht das Paar mit Kind, das sich beiden Entwürfen stellen, das immer wieder die Denkmuster des anderen zunächst begreifen und später akzeptieren muss."
Veronika Rall, WOZ Wochenzeitung

"Mutig und offen erzählt Thümena von der eigenen Ohmacht gegenüber unüberbrückbaren Differenzen, den Schuldgefühlen im Angesicht der Lebenssituation von Leas Familie und den eigenen Grenzen im Versuch, ihr Anderssein zu verstehen. In Thümenas Blick auf diese Verbindung und die damit zusammenhängenden Themen wie Integration, das Verhältnis Europas zu Afrika und die Hoffnungen und Erwartungen jener, die nach Europa aufbrechen, wechseln sich Zorn und Zärtlichkeit ab. Wir erleben ihn fluchend in der Küche seiner Schweizer Wohnung, als er feststellen muss, dass der Inhalt seines Reisekoffers – tote Affen und anderes hübsch anzuschauendes totes Getier – auf den Boden quillt, weil irgendetwas ausgelaufen ist. Die Mitbringsel waren für die afrikanischen Freunde in Zürich gedacht, die nur selten in den Genuss dieser Spezialitäten aus ihrer Heimat kommen – Thümena jedoch scheint ihre Freude über die Delikatessen nicht zu teilen. Doch nicht nur das scheinbar Unlösbare kommt in Ma famille africaine zur Sprache, auch die Chancen, Möglichkeiten und Freuden einer Kontinent übergreifenden Beziehung zwischen einem leicht neurotischen Schweizer und einer stolzen Afrikanerin werden beleuchtet und unter anderem durch den beschwingten Soundtrack bestärkt. Denn trotz aller Missverständnisse bleibt am Ende die Liebe zwischen zwei Menschen bestehen, die sich trotz aller Unterschiede gefunden haben."
Laura Daniel, CINEMA

Thomas Thümena

Geboren 1967 in Zürich. 1988 Diplom Center for the Media Arts, New York. 1988-90 Ethnologie, Publizistik und Filmwissenschaften, Universität Zürich. 1991-97 DAVI (Département d'Audiovisuel de l'École Cantonale d'Art de Lausanne, Bussigny). 1997 Diplom DAVI. Seit 1999 Mitinhaber Hugofilm GmbH Zürich.

2011 TINGUELY
2004 MA FAMILLE AFRICAINE
1999 ID SWISS - TRAIN FANTOME
1997 NACHTWACHE
1996 SCHWESTER KARIN

Internet

EAN 7640120990305
ISAN 0000-0000-D52A-0000-G-0000-0000-Q
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