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Lost in Liberia
CH 2008 93'
Regie: Luzia Schmid
Drehbuch: Luzia Schmid, Hajo Schomerus
Kamera: Hajo Schomerus
Ton: Tilo Beusch, Andreas Mücke-Niesytka
Schnitt: Gesa Marten
Musik: Andreas Schilling
Produktion: Coin FIlm, Dschoint Ventschr
Lost in Liberia
Luzia Schmid
Die junge Entwicklungshelferin Leila wird für das Internationale Rote Kreuz ein Jahr lang ins westafrikanische Liberia geschickt. Sie soll Kinder wieder nach Hause bringen, die durch den Bürgerkrieg von ihren Familien getrennt worden sind. Der Dokumentarfilm zeigt das Dilemma zwischen humanitärer Hilfe und ökonomischer Macht.
Leila will helfen. Im Genfer Ausbildungszentrum des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) wird die 30-jährige Irin Leila auf ihren ersten Ausland-Einsatz vorbereitet. Sie wird nach Liberia geschickt, nicht ihre Wunschdestination.
Als Journalistin hat sie über den Bürgerkrieg dort berichtet. Sie kennt die Zerstörung, die 15 Jahre Terror durch Warlords, die Armee und Kindersoldaten angerichtet haben. An ihrem Geburtstag erreicht Leila ihren Einsatzort Sanniquellie im liberianischen Busch. Hier soll sie mit ihrem lokalen Team durch den Krieg getrennte Familien zusammenführen.
Die Arbeit mit einheimischen Field Officern des IKRK gefällt Leila. Aber sie sieht auch die Grenzen ihrer Arbeit: Selbst bei geglückter Suche nach vermissten Kindern bleibt deren Heimkehr problematisch – ehemalige Kindersoldaten sind in ihren Heimatdörfern alles andere als willkommen.. In der Delegation des IKRK erfährt Leila bei abendlicher Ausgangssperre, ohne Internetanschluss und Handyempfang, den Unterschied zwischen Alleinsein und Einsamkeit. Trotz der offensichtlichen Grenzen der humanitären Hilfe versucht Leila ihren eigenen Ansprüchen an ihre Arbeit gerecht zu werden.
"Von der Einschulung in Genf über den Einsatz in Liberia bis zu ihrer Rückkehr nach Europa begleitet Luzia Schmid die Irin. Statt Zahlen und Hintergrundinformationen bietet der Dokumentarfilm so eine Innenansicht der Arbeit des Internationalen Roten Kreuzes. Einerseits wird die Situation Blackings im abgeschiedenen Einsatzort, in dem es weder Internet noch Handyempfang gibt, beleuchtet, andererseits werden die Schwierigkeiten der humanitären Arbeit und das Gefühl der Hilflosigkeit, das sich angesichts des Ausmasses der Not und des Elends einstellt, plastisch vermittelt. "
Walter Gasperi, Independent Pictures
Luzia Schmid
Geboren 1966 in Zürich. 1990-92 Journalismus-Studium am Medienausbildungszentrum Luzern. 1990-98 Redakteurin, Autorin und Moderatorin beim Schweizer Radio DRS 3 und SF (Schweizer Fernsehen). Seit 1997 freie Autorin für SF Spezial und Kultur. 1998-2001 Weiterbildungsstudium an der Kunsthochschule für Medien, Köln, Fächerbereich Film/Fernsehen. Lehrtätigkeit an der Gestaltungsschule Farbmühle und der Hochschule für soziale Arbeit in Luzern.
2007 LOST IN LIBERIA
2005 GESCHWISTER VOGELBACH
1999 JENSEITS VON LEUTSCHENBACH: PORTRAIT MONIKA FASNACHT
1999 HAEMMERLI - EIN SELBST-PORTRAIT
1998 JENSEITS VON LEUTSCHENBACH: PORTRAIT KATJA SAUBER
1998 SOLIDARCITY - DAKAR
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Kommentare
Danke für den Film "lost in Liberia"!(Phoenix, 28.03.09)Abgesehen von der Dokumentation der schweren, mit viel Herz und wohl auch mit Humor geleisteten HIlfe verdient ie filmische Arbeit ganz großes Lob. Welchen Strapazen hat sich das Kameraateam unterworfen, wieviel psychol. Einfühlung ist erforderlich gewesedn, um so nah beid en Handelnden, bei den Leidenden, bei denen zu verweilen, die in ihrer Einsamkeit verharren, in ihrer Verstocktheit klemmen. So schnell ist da die naseweise Redewendung: Alles sei ja nur wie ein Tropfen auf einem heißen Stein! - Nein! Nein!So manches Kind oder so so manche Mutter hat für eine Sekunde gespürt, wie schön es ist, gleichsam einmal einen Strahl der sonne gespürt zu haben. Dann ist es wieder dunkel - lost. Aber die Erinnerung bleibt und macht lächeln. Die verlorene Landschaft: Ich kenne sie aus Westtanzania, aus Ruanda nach dem Genozid! - Dank für diesen Film!
Klaus Stolzenberg 2009-03-29 Tweet



