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Ein Lied für Argyris

Stefan Haupt

Argyris Sfountouris überlebte 1944 vierjährig ein brutales Massaker der deutschen Besatzungsmacht, verlor seine Eltern und 30 Verwandte, kam als griechisches Waisenkind ins Kinderdorf Pestalozzi in die Schweiz und doktorierte an der ETH Zürich. Ein Leben lang, charmant und von melancholischer Heiterkeit, hat er sich mit diesem Wahnsinn auseinandergesetzt, der ihm als Kind widerfahren ist. Hat versucht, damit zu leben – und auch nach aussen etwas zu bewirken. Ein Film über die schier unlösbaren Schwierigkeiten einer echten Aussöhnung, die Suche nach Frieden – eine Reise mit offenem Ausgang.

Mit Argyris Sfountouris, Mikis Theodorakis, Arthur Bill.

Juristischer Marathon

Zeit seines Lebens hat sich Argyris Sfountouris mit dem Thema Gut und Böse, Krieg und Frieden befasst. Er konnte sich mit dem traumatischen Erlebnis seiner Kindheit nicht einfach abfinden. Er wollte etwas daraus machen, die Öffentlichkeit aufrütteln, sich stark machen dafür, dass solche Verbrechen nie mehr passieren.
So organisierte er 1994 in Delphi, 50 Jahre nach dem Massaker, eine Tagung zum Thema Krieg und Frieden. Es kamen Referenten aus Griechenland, der Schweiz und Deutschland. Ein Vertreter des deutschen Staates war nicht präsent. 1995 reichte Argyris Sfountouris zusammen mit seinen drei Schwestern eine Entschädigungsklage ein. Sie wurde abgelehnt. Als auch das Bundesverfassungsgericht, die oberste Instanz, die Klage abwies, gelangte Sfountouris ans Europäische Menschenrechtsgericht in Strassburg. Dort ist die Klage noch hängig.
Empört ist Sfountouris vor allem darüber, dass das Massaker von Distomo, oder die Lüge von Distomo wie er es nennt, von der deutschen Regierung als Massnahme im Rahmen der Kriegsführung bezeichnet wird. Dabei war es ganz klar ein Kriegsverbrechen.
Die deutsche Seite habe Angst, mit dem Fall Distomo werde ein Präzedenzfall geschaffen, der zu weiteren Klagen führen könnte. Aber einen Mörder verurteilt man, auch wenn man weiss, dass es noch x weitere Mörder gibt. Es geht um Recht.
Gaby Ochsenbein, Swissinfo

Stefan Haupt

Geboren 1961 in Zürich. 1978-79 Austauschstudent in Pennsylvania (USA). 1985-88 Schauspiel Akademie Zürich, Diplom als Theaterpädagoge. Seit 1989 als Regisseur und freischaffender Filmemacher tätig.

2010 HOW ABOUT LOVE
2006 EIN LIED FÜR ARGYRIS
2004 DOWNTOWN SWITZERLAND
2003 MORITZ
2002 ELISABETH KÜBLER-ROSS – DEM TOD INS GESICHT SEHEN
2001 UTOPIA BLUES
2000 INCRESCHANTÜM
1998 I AM JUST A SIMPLE PERSON

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EAN 7640120991234
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Ein Lied für Argyris

Preis: 36.00 CHF
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DVD5
PAL 16:9
Region 2
FSK: 14+

Sprachen: Deutsch Griechisch
Untertitel: Deutsch Français English Greek

Ein Lied für Argyris
CH 2006 105'
Regie: Stefan Haupt
Drehbuch: Stefan Haupt
Kamera: Patrick Lindenmaier
Ton: Martin Witz
Schnitt: Stefan Kälin
Musik: Tomas Korber, Jorgos Stergiou

Stichworte
Geschichte
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