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Preis: 33.00 CHF
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DVD5
PAL 16:9
Region 0
Sprachen: Schweizerdeutsch
Untertitel: Deutsch Français English Español Czech
Die Kunst der exakten Phantasie
CH 2006 70'
Regie: Beat Borter
Drehbuch: Beat Borter
Kamera: Thomas Bartschelet
Ton: Thomas Bartschelet
Schnitt: Thomas Bartschelet, Beat Borter
Musik: Hans Koch
Produktion: ojalá-film
Stichworte
Kunst
Photographie
Biographie
Biel
Dokumentarfilm
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Die Kunst der exakten Phantasie
Beat Borter
In den Alltagswelten der schweizerischen Provinz sucht der Photograph Heini Stucki seit über dreissig Jahren noch dem unverwechselbar eigenen Bild. Mit konspirativer Nähe zu Menschen, Tieren und Landschaften, deren Lebensraum immer stärker bedrängt wird, mit subversiver Lust und listigem Blick sucht der Photograph äussere und innere Bilder zur Deckung zu bringen, Unscheinbares und Verdrängtes aufzuspüren und Urbilder sichtbar zu machen.
Ein kleines Filmteam begleitet Stucki drei Jahre bei dieser Suche und seiner Spurensicherung. Ob als Fotograph oder Archäologe: Der genaue Blick auf den Boden, auf das Naheliegende, führt zu Entdeckungsreisen in der allernächste Umgebung, das Ungewöhnliche und Unerhörte im scheinbar Alltäglichen aufdeckend und festhaltend.
Stucki ist kein “War Photographer”. Auch steht er zwar in der Tradition der grossen Fotografen des Alltags wie Werner Bischoff und Cartier-Bresson, doch umfasst sein Werk kaum Reiseberichte aus anderen Kulturen. Seine Stärke – auf die sich der Film konzentriert – ist seine tiefe Verwurzelung im Berner Seeland bzw. in der zweisprachigen Region Biel-Bern-Neuenburg und seine daraus resultierende ständige Auseinandersetzung mit dieser Gegend und ihren Bewohnern.
Er räumt sein Archiv in seinem Geburtshaus aus, was ihn mit der eigenen Vergangenheit und dem bisherigen Werk konfrontiert: Wie er – ausser der RS – keine Schule abschliesst, im Albert-Anker-Dorf Ins zunächst im Wald arbeitet, und damit beginnt, die unmerklich schwindendeWelt des Dorfschmids und der beiden „Dorfmuuser“ festzuhalten.
Was aus seinem Jugendparadies, dem Seeländer Grossen Moos, wird und wie er mit zornigem Engagement darauf reagiert. Wie immer stärker hintergründige, zutiefst melancholische Alltagsaufnahme ins Zentrum rücken, in denen innere Zustände und äussere Situationen gleichermassen und einander ergänzend zum Ausdruck kommen – und welche, wie auch seine Malerei, zugleich einen kreativen Weg aus einer Schaffenskrise weisen.
Mit konspirativer Nähe zu Menschen, Tieren und Landschaften, deren Lebensraum immer stärker bedrängt wird, mit subversiver Lust und listigem Blick sucht der Fotograph äussere und innere Bilder zur Deckung zu bringen und Unscheinbares und Verdrängtes unserer Wirklichkeit aufzuspüren und tief in uns steckende Urbilder sichtbar zu machen: Dies ist freilich eine Kunst, und zugleich wäre es wohl die Kunst der Fotographie – oder “l’art de vivre” überhaupt.
"DIE KUNST DER EXAKTEN PHANTASIE ist ein berührender Film über einen Mann, der im Alltag und in der sogenannten Provinz einen Reichtum des Erlebens sichtbar gemacht hat. Ein Film über Bilder und ihre Kraft und nicht zuletzt ein Film, der manche aufwendige Dokumentation über manchen weltberühmten Fotografen still und bescheiden in die Schranken verweist."
Michael Sennhauser, DRS2aktuell
"... und was lässt sich Schöneres über einen Film sagen, als dass man es bedauert, wenn er zu Ende ist – man hätte gerne noch länger dem gebückten, bärtigen Mann zugehört, wie er bedächtig durch eine Welt wandert, die vertraut und fremd zugleich erscheint."
"Schön ist es, ihm beim Retuschieren zuzusehen, wo seine ostentative Gemütlichkeit im Unterschied zur gleichbleibend elegischen Filmmusik plötzlich gespannter Aufmerksamkeit und Präzision weicht. Faszinierend wird die Erkundung von Konstanten, Zusammenhängen und übergreifenden Themen im Werk des Künstlers. Ein Motiv wie dasjenige des Kreises offenbart dann, fern aller Kalenderblattbetulichkeit, über die makellose technische und bildnerische Gestaltung hinaus einen Einblick in jenen von Stucki wiederholt beschworenen «Kosmos», dem die Phänomene und Erscheinungen entspringen"
"DIE KUNST DER EXAKTEN PHANTASIE erlaubt dem Zuschauer einen Einblick in das Leben eines obsessiven Fotografen, der versucht äussere und innere Bilder zur Deckung zu bringen und Unscheinbares und Verdrängtes unserer Wirklichkeit aufzuspüren sowie die tief in uns steckenden Urbilder sichtbar zu machen. Auch wenn der Titel wie ein Widerspruch klingt, so führt uns Borter vor Augen, dass es Heini Stucki gelungen ist, eine eigene Bildsprache zu finden, die unverwechselbar ist: melancholisch, poetisch, atemberaubend schön."
Geboren 1949 in Huttwil. Lebt in Biel. Journalist, Lehrer, Filmemacher. Mitbegründer Filmpodium Biel/Bienne.
2006 DIE KUNST DER EXAKTEN PHANTASIE
Geri Krebs, Der Bund
Rolf Breiner, cineman
Christoph Egger, NZZ
art-tv
Beat Borter
2002 BIELBIENNE01-02.CH
1998 LA VIDSA ES FILMAR
1997 BIEL-BIENNE
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