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 Iraqi Odyssey

Iraqi Odyssey

Samir

Bomben, Krieg, wütende bärtige Männer, verschleierte schluchzende Frauen, kaputte Städte: der Irak von heute. Dagegen stehen Bilder der 50er und 60er Jahre: Filme mit frivoler Musik, westlich gekleidete Frauen die studieren, elegant gekleideten Männer in Baghdad, einer modernen Stadt. Wie konnte es soweit kommen? Verstreut zwischen Auckland, Moskau, New York und London, erzählt Samir die Geschichte seiner globalisierten irakischen Mittelstandsfamilie. Auto-Bomben gegen Amerikaner. Wütende Kriegserklärungen von bärtigen Männern mit Turban auf dem Kopf. Schluchzende und schreiende, in lange schwarze Umhänge gekleidete Frauen. Kaputte staubige Stadtlandschaften mit kargen Pflanzen und verlotterten Fahrzeugen. Bilder aus den Nachrichten des Irak von heute.

Dagegen stehen Erinnerungen einer Familie aus den fünfziger und siebziger Jahre: Schöne Frauen in schicken westlichen Kleidern, studieren an der Universität Medizin und werden von zuvorkommende Männer in eleganten Anzügen und Krawatte begleitet. Rote Doppeldecker-Busse fahren im fünf Minuten Takt durch eine moderne Stadt. Erste Hochhäuser werden gebaut und am Tigrisufer werden öffentliche Parkanlagen erstellt. Überall ist moderne arabische Musik zu hören, von berühmten Sängerinnen und Sänger aus dem Libanon und Ägypten. In den Kinos laufen amerikanische, indische und arabische Filme, ohne Zensur, und die Zuschauer ergötzen sich an gesellschaftskritischen Dramen, frechen Komödien und frivolen Musicals.

Die aufstrebende Mittelklasse liess sich in den 50er Jahren durch die armen Leute, die vom Land in die Stadt zogen, und die wenigen Bettler im Stadtbild, nicht beirren. Trotz Demonstrationen und Kritik an der kolonialen Tradition des Westens, lag eine erfrischende Stimmung in der Luft: der Glaube an den Fortschritt und die Teilhabe an der Moderne. Der arabische Ausdruck dafür war «Nahda». Damit war eine «Renaissance», oder «Wiedergeburt» der arabischen Welt gemeint.

Samir

Geboren 1955 in Baghdad, Irak, zog er als Kind anfang der 60er Jahre mit seinen Eltern in die Schweiz. Anfang der 70er Jahre besuchte er die Schule für Gestaltung in Zürich und machte danach eine Lehre als Typograph.

Nach einer Ausbildung zum Kameramann in einer grossen schweizerischen Filmproduktion, begann er Mitte der 1980er Jahre seine eigenen Filme zu realisieren, welche an diversen Festivals durch ihren innovativen Charakter Aufsehen erregten und ihm diverse Preise bescherten. Seine Werkliste umfasst inzwischen über 35 Kurz- und Langspielfilme für Kino und Fernsehen.

In den 1990er Jahren arbeitete er für diverse deutsche Sender (ZDF, ARD, SAT 1, PRO 7 u.a.) als Regisseur von Serien und Fernsehfilmen. An der Expo 02 fand auch der Pavillon «Swiss Love» grossen Anklang, wofür Samir die Idee und Konzeption entwickelte.

Mit dem Dokumentarfilmer Werner Schweizer übernahm er 1994 die Dschoint Ventschr Filmproduktion, welche sich seither einen Namen machte als Talentschmiede des Schweizer Films. Neben seiner filmischen Tätigkeit stellt er in regelmässigen Abständen seine Arbeiten im Bereich der bildenden Kunst vor.

2012 IRAQI ODYSSEY
2009 ESCHER, DER ENGEL UND DIE FIBONACCI-ZAHLEN
2005 SNOW WHITE
2002 FORGET BAGHDAD (NEW WORLD ORDER)
1998 PROJECZIUNS TIBETANAS
1997 LA ETA KNABINO
1993
BABYLON 2
1991 IMMER & EWIG
1988 FILOU
1986 MORLOVE - EINE ODE AN HEISENBERG
1984 STUMMFILM

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In Produktion. Keine DVD.
Informieren Sie mich, wenn die DVD erhältlich ist

Iraqi Odyssey
CH 2013 90'
Regie: Samir
Produktion: Dschoint Ventschr Filmproduktion AG

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